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Dritte Tournee 3. April bis 14. Mai 2018

Deutschstunde

Schauspiel in sieben Bildern von Stefan Zimmermann, nach dem Roman von Siegfried Lenz

Besetzung 

Max Volkert Martens
Max Ludwig Nansen

Georg Stephan
Siggi Jepsen

Christian Buse
Jens Ole Jepsen

Judith Riehl
Ditte Nansen ǀ Gudrun Jepsen

Benedikt Zimmermann
Wolfgang Mackenroth ǀ Hinnerk Timmsen

Lesley Higl
Hilke Jepsen

Michael Althauser
Direktor Himpel ǀ Okko Brodersen ǀ General Tate

Georg Luibl
Karl Joswig ǀ Dr. Gripp ǀ Landeskommissar

Konstantin Gerlach
Klaas Jepsen ǀ Kurt Nickel ǀ Mann

Künstlerische Leitung 

Stefan Zimmermann

Inszenierung

Peter Schultze

Bühnenbild

Alle Tourneen 

Dritte Tournee 3. 4. bis 13. 5. 2018
Zweite Tournee 9. 9. bis 18. 10. 2016
Erste Tournee 4. 11. bis 21. 12. 2014
und 8. 4. bis 10. 5. 2015

Uraufführung am 4. 11. 2014 in Lahr/Schwarzwald
Aufführungsrechte: Rowohlt Theaterverlag Reinbek

Wenn man Deutschland verstehen will, muss man Siegfried Lenz lesen. Der Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels beschäftigt sich in der Deutschstunde mit der für unser Land durchaus typischen Thematik, dass Pflichterfüllung als Erziehungsideal lange vor Menschlichkeit ging, ganz besonders während der NS-Herrschaft. Der vielfach ausgezeichnete israelische Schriftsteller Amos Oz über Lenz: „Einer der wichtigsten Vertreter der Weltliteratur. Man stellt sich die Frage: Wie hätte ich mich damals verhalten? Lenz bringt uns dazu, darüber nachzudenken“.
Die Deutschstunde ist nach wie vor Pflichtlektüre im Schulunterricht. Nicht ohne Grund, denn Siegfried Lenz hat sich damit „zum Volksschriftsteller der deutschen Nachkriegsliteratur geschrieben“, wie Marcel Reich-Ranicki treffend bemerkte.

Noch nie war die Deutschstunde auf einer Bühne zu sehen. Die neue Bühnenfassung – die erste von Autor und Verlag autorisierte – ist also eine kleine Sensation.

In ausgewählten Szenen konzentriert sie das Geschehen auf das Kernthema, den Aufsatz über „Die Freuden der Pflicht“, den der 20-jährige Siggi Jepsen 1954 in einer Besserungsanstalt schreiben soll. Zunächst bleibt das Blatt leer, doch dann kann Siggi kein Ende finden – Heft um Heft füllt sich. Zu sehr beschäftigt ihn, was er als Kind und Jugendlicher während des Krieges erleben musste: Sein Vater, der kleine Dorfpolizist Jens Ole Jepsen, hatte seinen Jugendfreund, den als „entartet“ gebrandmarkten und mit Berufsverbot belegten Maler Max Ludwig Nansen, bespitzelt, überwacht und denunziert. (Vorlage der Figur ist der berühmte Expressionist Emil Nolde). Pflichterfüllung ging vor Menschlichkeit. Und selbst nach dem Ende des Regimes verfolgte Jepsen den Maler beharrlich weiter – seine Mission schien keinen Auftrag mehr zu brauchen.
Lenz wurde nicht nur zum genialen Denker über die deutsche Nazi-Diktatur, sondern auch zum menschlichen Botschafter zwischen dunkler Vergangenheit und demokratischer Gegenwart – vor allem mit der Deutschstunde, in der er das Unvorstellbare vorstellbar machte, getreu seinem Motto: „Ich schreibe, um die Welt zu verstehen“.

Ensemble 2D 7H 

Foto: a.gon München
Max Volkert Martens
Max Ludwig Nansen
Foto: a.gon München
Benedikt Zimmermann
Wolfgang Mackenroth ǀ Hinnerk Timmsen
Christian Buse
Jens Ole Jepsen
Foto: Carla Benzing
Konstantin Gerlach
Klaas Jepsen ǀ Kurt Nickel ǀ Mann
Foto: a.gon Theater München
Georg Luibl
Karl Joswig ǀ Dr. Gripp ǀ Landeskommissar

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Fotos: Christoph Breithaupt

Rezensionen 

Kritiken und Reaktionen zur zweiten Tournee ab September 2016:

Peiner Allgemeine Zeitung:
Großartige Leistung
Vor mehr als 600 Zuschauern zeigte das Ensemble des a.gon Theaters aus München mit einer großartigen Leistung die Aufarbeitung des Sohn-Vater-Konfliktes des jungen Siegfried Jepsen… Große schauspielerische Leistung und die Handlung faszinierten das Publikum. „Ich war von der ersten Sekunde an total begeistert, dieser Abend wirkt noch lange nach“, sagte Caroline Annika Nitsch aus Peine. Das Stück wurde am Ende mit lautem Beifall honoriert.

 

Neue Osnabrücker Zeitung Lingen:
Begeisterter Applaus
Eine Deutschstunde der besonderen Art haben die Zuschauer, darunter viele Oberstufenschüler, im voll besetzten Theater an der Wilhelmshöhe erlebt. Die Bühnenfassung des a.gon Theaters wurde begeistert aufgenommen. Gelingt es, einen umfangreichen Roman mit einer Erzählzeit von über 20 Stunden und einer erzählten Zeit von mehreren Monaten für die Bühne zu inszenieren? Ja, wenn man es wie Stefan Zimmermann umsetzt, sich auf ausgewählte Szenen konzentriert. … Fern aller modischen Aktualisierungen lässt Zimmermann den Roman als kluges Theaterstück wie neu erscheinen.

 

WAZ Attendorn:
Traf die Zuschauer mit solch einer Wucht, dass die Bilder noch Tage später nicht aus dem Kopf gingen – Nicht enden wollender Applaus
Diktaturen jeglicher Art gelingt es durch die Jahrhunderte hindurch, das Urteilsvermögen vieler Menschen so zu verändern, dass sie für die „Idee“ zu Tätern werden. „Ich tue nur meine Pflicht“ betont Dorfpolizist Jens Ole Jepsen in Siegfried Lenz’ Roman „Deutschstunde“ und setzt sich hiermit über jegliche Mitmenschlichkeit hinweg. Verdichtet als Schauspiel, in einer beeindruckenden Inszenierung von Stefan Zimmermann und vom großartigen Ensemble des a.gon münchen-Theaters umgesetzt, traf die Zuschauer der Stadthalle das Geschehen auf der Bühne mit solch einer Wucht, dass die Bilder noch Tage später nicht aus dem Kopf gingen. … Nicht enden wollender Applaus dankte den strahlenden Künstlern für ihre hervorragende Leistung.

 

Stader Tageblatt:
Grandiose Inszenierung
Wie im Stadeum bewiesen, eignet sich die Theaterbearbeitung durchaus, bedeutende Literatur in den Mittelpunkt zu rücken. Dankbarer Zwischenapplaus bestätigt es: Das Thema ist nicht tabu und die Erzählung von Lenz bleibt immer noch ein Teil der deutschen Geschichte, zu der auch das Leugnen von Schuld gehört. … Das eindrucksvolle Theaterstück von Stefan Zimmermann hat daran erinnert. Der minutenlange Schlussbeifall zeigte, dass die Botschaft angekommen ist.

 

Wolfsburger Allgemeine Zeitung:
Sensible Inszenierung überzeugte
Regisseur und Bearbeiter Zimmermann geht behutsam vor. Er hat Personen gestrichen, den Text gekürzt und liefert eine konzentrierte, eindringliche Einrichtung. Da ist der Polizist ein harter, unnachgiebiger Mann, der auch nach Ende des Regimes den Maler, seinen einstigen Jugendfreund, hasserfüllt verfolgt. Stefan Rehberg bringt ihn als engstirnigen Spießer ohne Schuldgefühl, als sturdumpfen Befehlsempfänger – kräftig unterstützt von seiner Frau (Nicole Spiekermann). Max Volkert Martens’ Maler Nansen weiß seine geistige Überlegenheit gegenüber Jepsen mit einer geschickt dosierten Mischung aus Arroganz und Verachtung auszuspielen. Florian Stohr als Siggi gibt überzeugend den von seinem Vater emotional misshandelten Sohn.

 

Ibbenbührer Volkszeitung:
Großer Schauspielabend, der wohl noch lange nachwirken wird
Aktueller denn je präsentiert sich dieses „deutsche Thema“, und so fanden sich sehr viele Literatur- bzw. Theaterliebhaber im Bürgerhaus ein, um die erste autorisierte Bühnenfassung zu erleben. … Man folgte dem glänzend aufgelegten Ensemble gerne durch die Zeit, durch die Verstrickungen in der Zeit des Nationalsozialismus. Dass „Die Freuden der Pflicht“ immer noch ein aktuelles Thema sind, sich ideologisch fehlgeleitete Menschen auch heute noch hinter Begriffen wie Pflicht und Gehorsam verstecken anstatt dem Gewissen zu folgen, dies wurde durch die lebendige und sehr persönliche Inszenierung von Stefan Zimmermann deutlich. Das Publikum erlebte einen großen Schauspielabend, der wohl noch lange nachwirken wird.

 

Kritiken und Reaktionen zur ersten Tournee ab November 2014:

Lahrer Zeitung – zur Uraufführung:
Ein beeindruckendes Theatererlebnis
Die Uraufführung der einzigen, von Siegfried Lenz noch autorisierten Bühnenfassung des Romans „Deutschstunde“ hat Lahr auf die Liste der wichtigen Premierenstädte katapultiert. Rund 650 Zuschauer erlebten am Dienstagabend eine beeindruckende Theateraufführung.
Die Liste der Besonderheiten rund um die „Deutschstunde“ kann sich sehen lassen. Die altehrwürdige Stadthalle wurde erstmals in der Geschichte des Lahrer Stadttheaters zur Premierenbühne. Regisseur Stefan Zimmermann, der Intendant des Münchner a.gon Theaters, führte eine Stunde vor Vorstellungsbeginn persönlich in das Stück ein. Das Kulturamt hatte dafür im oberen Foyer der Stadthalle 80 Stühle gestellt, doppelt so viel wie sonst üblich. Am Ende war das Foyer mit fast 150 Zuhörern zum Bersten gefüllt.
Zimmermann begnügte sich damit, die Handlung des Stücks und ihre Hintergründe zu thematisieren. Er ging auf den von den Nationalsozialisten mit einem Berufsverbot belegten Maler Emil Nolde ein, der als Vorlage für die Figur des Malers Max Ludwig Nansen (Max Volkert Martens) diente, eine der drei Hauptfiguren des Stücks. Er vertiefte das zentrale Thema „Schuld und Gehorsam in einer Diktatur“. Er sprach über die großartige Sprache von Siegfried Lenz, die er fast unverändert übernommen hat, das Bestreben des am 7. Oktober verstorbenen Autors, die wichtigen Themen der Zeit in einer behutsamen Betrachtung zu erhellen. Während die Besucher in der fast ausverkauften Stadthalle kurz darauf auf den Vorstellungsbeginn warteten, lief im Fernsehen des Südwestrundfunks ein Beitrag, der am Montag bei den Proben in der Lahrer Stadthalle gedreht wurde. Das Aufführung selbst wurde zu einem beeindruckenden Theaterereignis. Zimmermann hat den 560 Seiten umfassenden Roman so inszeniert, dass die beiden Zeitebenen der Erzählung sichtbar werden. Tragendes Element ist eine konsequente Zweiteilung der Bühne. Im Vordergrund die Arrestzelle der auf einer Insel in der Unterelbe gelegenen Anstalt für schwer erziehbare Jugendliche, in der Siggi Jepsen (Florian Stohr) eine Strafe wegen Kunstdiebstahls absitzen muss. Ausgehend von einem Aufsatz über die „Freuden der Pflicht“ schreibt er hier seine Kindheits- und Jugenderinnerungen nieder. Während er schreibt, werden im Hintergrund szenische Bilder lebendig, die seine Geschichte erzählen. Im Mittelpunkt steht immer wieder sein Vater, der Dorfpolizist Jens Ole Jepsen (Stefan Rehberg) soll das von den Nationalsozialisten verhängte Malverbot gegen Nansen durchsetzen und überwachen.

In insgesamt sieben szenischen Bildern entwickelt sich dabei ein fast behäbiger Handlungsablauf, der trotzdem eine immer wieder spürbare Spannung aufbaut. Zwischen den Szenen wurden die Rufe von Möwen eingespielt, die gemeinsam mit dem Sprachgebrauch des neunköpfigen Ensembles, der imaginären Allgegenwart der Elbe, für eine wunderbare Verortung hoch im Norden Deutschlands sorgten. Die mehr als zweistündige Aufführung wurde so zu einem Theaterereignis, das angesichts der Premierensituation durchaus auch stehende Ovationen des Lahrer Publikums verdient gehabt hätte.

 

Badische Zeitung – zur Uraufführung:
Hervorragende schauspielerische Leistung
Stefan Zimmermanns Motiv, die „Deutschstunde“ erstmals auf eine Bühne zu bringen, ist die – angesichts von NSU-Skandal und „Schlussstrich-Mentalität“ ungebrochene – Aktualität des Themas. Als Auslöser führt Zimmermann den Demjanjuk-Prozess an, bei dem sich erstmals ein KZ-Aufseher nicht mehr mit der Begründung, nur „Befehlsempfänger“ gewesen zu sein, herausreden konnte.
„Ich tue nur meine Pflicht“, das ist die Lebensleitlinie des Dorfpolizisten Jens Ole Jepsen, herausragend verkörpert von Stefan Rehberg. Er übernimmt keinerlei Verantwortung für sein Handeln als Handlanger der Nationalsozialisten. Seinem Freund und Lebensretter aus Kindertagen, dem Maler Max Ludwig Nansen (Max Volkert Martens) überbringt er nicht nur das von Berlin verhängte Malverbot, sondern berauscht sich geradezu an der Macht, die seine subalterne Position ihm dadurch verschafft: Blockwartmentalität, Stasimethoden, die bis in die Familie hinein wirken und Mitgefühl, Anstand, Menschlichkeit zunichte machen. Die Verführungen der Macht zeigen Wirkung, und der Neid auf den Künstler, dessen Empfindsamkeit die emotional vernachlässigten Kinder des Polizisten anzieht, lässt den politischen Konflikt zu einer menschlichen Tragödie werden.
Die Bühne in dieser Inszenierung ist zweigeteilt. Auf der einen Seite sitzt Siggi Jepsen (überzeugend: Florian Stohr), dem als erzieherische Maßnahme das Schreiben eines Aufsatzes über die „Freuden der Pflicht“ aufgebrummt wurde. Auf der anderen Seite werden die Szenen gespielt, an die der Dorfpolizisten-Sohn sich schreibend erinnert. Die Inszenierung baut auf einerseits kammerspielartige Szenen, andererseits auf symbolkräftige Schattenbilder. Es gibt den Direktor der Erziehungsanstalt (Michael Althauser), der verständnisvoll daher redet, aber nichts von dem wirklich versteht, was in dem jungen Siggi vorgeht, und den markigen Aufseher Joswig (Georg Luibl). Es gibt natürlich die beiden Antagonisten: den Maler, der provozierend dem Regime seine innere Unabhängigkeit demonstriert, und den Dorfpolizisten, der vordergründig mehr Macht hat, aber Getriebener seines Pflichtgefühls ist. Und es gibt Siggi selbst, der natürlich nicht zufällig so heißt. Er schreibt sich seine Lebensgeschichte von der Seele, um den Vater verstehen zu lernen, genau wie Autor Siegfried Lenz in seinem Roman die jüngere deutsche Geschichte analysiert und die erschreckende Kontinuität des Machtapparats dokumentiert. Das Lahrer Publikum war überwiegend sehr angetan von der Inszenierung. Die schauspielerische Leistung war hervorragend, Bühnenbild (Peter Schultze) und Kostüme (Nikole Gerlach) überzeugend, der Regisseur orientierte sich eng an Sprache und Dramaturgie der Vorlage.

 

dpa – zur Uraufführung:
Ein starkes und sehenswertes Stück
Das zweieinhalb Stunden dauernde Schauspiel in sieben Bildern rückt das Kernthema des Romans, Schuld und Pflicht in der Zeit des Nationalsozialismus, in den Mittelpunkt. Und dient damit, wie schon das literarische Werk, der Aufarbeitung der NS-Zeit. Das Stück zeigt den Maler Max Ludwig Nansen, der in der Nazizeit als „entarteter Künstler“ gebrandmarkt, mit einem Malverbot belegt und vom Dorfpolizisten Jens Ole Jepsen drangsaliert wird. Und parallel den Sohn des Polizisten, Siggi Jepsen, der seine Erinnerungen an Kindheit und Jugend nach Kriegsende in Aufsätzen niederschreibt. Diese Dreiecksbeziehung stellt Zimmermann in die Mitte. Die Pflicht, die dem Vater und Polizisten zur Nazizeit und auch nach dem Krieg als Legitimation dient, wird für den schreibenden Sohn zum bestimmenden Thema, „Die Freuden der Pflicht“ zum Aufsatzthema. Es geht um Mitläufertum und Schuld, um Verantwortung und falsches Pflichtverständnis.
Dem 54 Jahre alten Zimmermann ist ein starkes und sehenswertes Stück gelungen. Er bleibt mit seinem Schauspiel bewusst nah am Original, erhält die Sprache des Schriftstellers und des Romans, die unverändert aktuell ist. Und macht mit seiner Inszenierung beeindruckend die Dramatik sichtbar. Er zeigt das Thema direkt und unverfälscht, mit einer gekonnten Dramaturgie und einer klugen Besetzung. „Pflicht ist für mich nur blinde Anpassung“, sagt der Maler Nansen in dem Stück. Vorlage für die Figur ist der berühmte Expressionist Emil Nolde (1867-1956), der von den Nazis Berufsverbot erhielt. Verkörpert wird er im Zimmermann-Stück mit seinem neunköpfigen Ensemble von dem durch mehrere Fernsehserien („Ein Bayer auf Rügen“, „Tatort“) einem Millionenpublikum bekannten Schauspieler Max Volkert Martens. „Es ist ein spannender und aktueller Stoff“, sagt Zimmermann, der drei Jahre lang an dem Stück gearbeitet hat. Als er 19 Jahre alt war, las er als Student der Literaturwissenschaft die „Deutschstunde“ zum ersten Mal, vor einigen Jahren holte er sie wieder aus dem Bücherschrank. Nun wagt er sich als erster Theatermacher an das Meisterwerk. Die Kleinstadt Lahr als Ort der Uraufführung wählte er, weil er dort nach eigener Aussage die besten Produktionsbedingungen fand.

 

Mittelbadische Presse/baden online – zur Uraufführung:
Eine beeindruckende Theaterlektion
Die Inszenierung thematisiert in beeindruckender Weise die von Siegfried Lenz aufgezeigten Konflikte und Fragestellungen. … Eine immer wieder beklemmende Auseinandersetzung mit den Verdrängungsmechanismen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Regisseur Stefan Zimmermann und das insgesamt neun­köpfige Bühnenensemble verwandeln die »Deutschstunde« in eine beeindruckende Theaterlektion. Das Publikum wird mit einem Kapitel deutscher Geschichte konfrontiert, das für Zimmermann nach einer Neubetrachtung aus dem Blickwinkel einer selbst nicht beteiligten Generation schreit.

 

Burghauser Anzeiger:
Großartige Umsetzung
Begeisterung bei den Stadtsaal-Besuchern löste nicht nur die sanfte Inszenierung, sondern vor allem die großartige Umsetzung durch die Schauspieler aus.

 

Fellbacher Zeitung:
Theater vom Feinsten – unbedingt sehenswert – keine Minute langweilig
Das Fellbacher Publikum weiß gutes Theater zu schätzen. Für die „Deutschstunde“ nach dem Roman von Siegfried Lenz gab es üppigen und lang anhaltenden Applaus. Es war aber auch unbedingt sehenswert, was Regisseur Stefan Zimmermann aus der literarischen Vorlage gemacht und wozu er die Schauspieler inspiriert hat. Auch wenn einige Zuschauer zu Beginn bei der angekündigten Spieldauer von fast 2,5 Stunden zusammengezuckt sind: Es war keine Minute langweilig. Die Idee mit den zwei parallelen Zeitebenen und die schnellen Szenenwechsel sorgten für zusätzliche Spannung. Dazu ein Bühnenbild mit vielen Ecken und Kanten und dramatische Lichteffekte – es wurde Theater vom Feinsten geboten. Das Einzige, was nicht geboten werden konnte, war eine schlüssige Erklärung für die Existenz einer obrigkeitshörigen Untertanenseele, die notfalls über Leichen geht. Im Stück ging es da auch ein bisschen in die Richtung Kleingeist gegen Freigeist, was ein gewisses Maß an Eifersucht oder Neid nicht ausschloss. Dass ein Staatsdiener nicht merkt, dass er zum Verbrecher wird, wie es der Regisseur in der Einführung formulierte, dürfte eines der größten noch zu lösenden Rätsel der Geschichte sein. Denn diese Sucht nach Obrigkeit – egal, ob Polizist, Soldat oder sonst wer – war und ist Ursache von millionenfachem Leid. Trotz dem schweren Stoff gelang es Zimmermann, hin und wieder auch für Schmunzler zu sorgen („Mach’ den Mund zu, dein Darm wird kalt.“). Aber nicht nur die Schauspieler – allen voran die Protagonisten Max Volkert Martens als Nansen, Florian Stohr als Siggi Jepsen und Stefan Rehberg als Jens Ole Jepsen – auch die Texte überzeugten. Ein Streichholz als Kulturkritiker zu bezeichnen oder Zitate wie „Wer seine Pflicht tut, muss sich keine Sorgen machen“ oder „im Kopf gibt es keine Hausdurchsuchung“ regen zum Nachdenken an. Zur Ehrenrettung der Fellbacher sei erwähnt, dass entgegen der bisherigen Erfahrungen des Regisseures auch eine Schulklasse am Freitag den Weg in den – leider nicht ganz vollen – Hölderlinsaal der Schwabenlandhalle gefunden hatte. Denn wenn es ein Stück wert ist, als Pflichtbesuch in den Unterrichtsplan aufgenommen zu werden, dann ist es die „Deutschstunde“. Und wenn es dann noch dazu führt, dass die Jugendlichen bei genauerem Nachfragen sagen, dass es ihnen so gut gefallen hat, dass sie auch ohne Klasse mal ins Theater wollen, dann ist das zusätzlich zum Beifall ein grandioses Kompliment für eine Inszenierung.

 

Südkurier Bad Saulgau:
Unvergesslicher Theaterabend, der sämtliche Superlative verdient
Die letzte saisonale Aufführung in der Kurstadt darf als besonders denkwürdig gewertet werden – ein unvergesslicher Theaterabend, der sämtliche Superlative verdient. Ein spartanisches Bühnenbild mit Holztischen und -stühlen sowie eine Staffelei genügen als Staffage für eine Handlung, die in der Eindrücklichkeit kraftvoller Worte ihre Stärke besitzt und Spannung verheißt. Dabei folgt das Theaterstück dem Lenz’schen Original in unglaublicher Dichte. … Dieser Maler wird in überragender Figur von Max Volkert Martens brillant und sehr authentisch gespielt. Auch Nicole Spiekermann glänzt in fabelhafter Doppelrolle als feinfühlige, weltgewandte und liebenswürdige Malerfrau Ditte Nansen, die im krassen Kontrast zur abgehärmten, verbiestert bellenden Nazistin Gudrun Jepsen steht. Die schauspielerische Leistung aller Beteiligten ist grandios. Minutenlang tosender Applaus würdigt die exzellenten schauspielerischen Leistungen.

 

Taunus Zeitung Bad Homburg:
Großartige Leistung
Die Akteure bildeten in der Aufführung ein sehr homogenes Ensemble und agierten mit Überzeugungskraft. Bühnenbild und Kostüme unterstrichen in ihrer wohldurchdachten Einfachheit das Ganze überzeugend. Langer Applaus für eine großartige Leistung.

 

Hamburger Abendblatt Norderstedt:
Unvergessliche Deutschstunde im Norderstedter Kulturwerk – Schon jetzt einer der Höhepunkte dieser Theater-Saison
Siegfried Lenz‘ Roman „Deutschstunde“ hat auf eine erschreckende Art ihre Aktualität behalten. Noch immer gibt es Menschen, deren einziges Lebensgerüst in der Erfüllung ihrer Pflicht besteht. Sogar dann, wenn diese Pflicht Familie, Freundschaften, sogar das eigene Leben zerstört und obendrein auf einem mörderischen Regime basiert. Regisseur Stefan Zimmermann konnte die Fatalität der Pflichterfüllung mit seinen Schauspielern in der „Deutschstunde“ bestens herausarbeiten. Das Publikum im ausverkauften Kulturwerk erhob sich zum Schluss und applaudierte den Schauspielern dankbar für ihr intensives Spiel.
Florian Stohr ist Siggi, der sich in seiner Zelle die Verzweiflung über seinen pflichtbesessenen Nazi-Vater von der Seele schreibt und als Erzähler fungiert. Sukzessive und ruhig, manchmal aufbegehrend, entwickelt Stohr, wie sich der Junge aus diesem Zwang befreit. Max Volkert Martens stellt die innere Not des mit Berufsverbot belegten Malers und dessen Zorn über den Freund intensiv dar, ohne je theatralisch zu werden. Beklemmend steigert Stefan Rehberg als Jepsen die Obsession des Mannes, der nichts hat als seine Pflicht, noch weit über die NS-Zeit hinaus. Nicole Spiekermann zeigt sich in ihrer Doppelrolle als lebendige Ditte Nansen und verbiesterte nazistische Gudrun Jepsen sehr wandlungsfähig.
Diese Deutschstunde ist schon jetzt einer der Höhepunkte dieser Theater-Saison in Norderstedt.

 

Stuttgarter Zeitung – zur Uraufführung:
Eine Weltpremiere ersten Ranges

 

Delmenhorster Kreisblatt:
Kluge Lektion über falschen Gehorsam
Ein klug inszenierter Theaterabend hat das Delmenhorster Publikum fasziniert. Die „Deutschstunde“ arbeitet sensibel heraus, was passiert, wenn Pflichtgefühl über Menschlichkeit siegt. Siggi Jepsen … glänzend in Szene gesetzt von Schauspieler Florian Stohr … Jens Ole Jepsen herausragend porträtiert von Stefan Rehberg…

 

Delmenhorster Kurier:
Dichte und gradlinige Inszenierung – volles Haus – heftiger Schlussapplaus

 

Segeberger Zeitung Wahlstedt:
Starke, packende Inszenierung – großartige Schauspieler – bestechende Leistung – ausverkauftes Theater
Das war eine starke Inszenierung des 1968 erschienen Erfolgsromans: Über die aktuelle Version des Regisseurs Stefan Zimmermann freute sich das Publikum im ausverkauften Theater am Markt. Das neunköpfige Ensemble beeindruckte durch eine bestechende Leistung. Herausragend waren die Hauptdarsteller. Max Volkert Martens faszinierte als feinsinniger und mutiger Nansen. Glaubwürdig fanatisch und starrsinnig verkörperte Stefan Rehberg den Jens Ole Jepsen. Überzeugend auch die schauspielerische Leistung von Florian Stohr als Siggi. Die weiteren mit Herzblut spielenden Schauspieler traten teilweise in Doppelrollen auf, wie Nicole Spiekermann als sensible Künstlerehefrau Ditte Nansen und als harte Ehefrau Gudrun Jepsen, die vom nationalsozialistischen Gedankengut („So denkt kein Deutscher!“) überzeugt ist. Das schlichte Bühnenbild lenkte nicht vom Originaltext des Schriftstellers ab und bediente sich einfacher, aber wirkungsvoller Mittel. Beeindruckend war die Beerdigungsszene der Ditte Nansen. Wie schemenhafte Scherenschnitte traten die Trauernden vor blauem Hintergrund auf. Am Ende war ein Moment Schweigen im Publikum, das schon in der Pause angeregt über die Inszenierung diskutierte, doch dann folgte langanhaltender Beifall für die großartigen Schauspieler und die packende Inszenierung.

 

Die Rheinpfalz Landau:
Viel Stoff zum Nachdenken – Theater im besten Sinn, bedacht mit viel Applaus
Dass der Stoff dieses literarischen Meisterwerks, das die Nazizeit und ihre Folgen auf das gemeinsame Leben und persönliche Streben der Bewohner eines kleinen Dorf fokussiert, noch immer hochaktuell ist, zeigt die erste Bühnenfassung, die Stefan Zimmermann für „sein“ a.gon-Theater schrieb und am Dienstag mit Bravour in der Landauer Festhalle aufführte. … Dass das Schauspiel entsprechend der Konzeption des Romans auf zwei Handlungsebenen abläuft, macht das Geschehen auf raffinierte Art und Weise distanziert und greifbar zugleich.
Viel Stoff zum Nachdenken, der manches erklärt, aber auch neue Fragen aufwirft – Theater im besten Sinn, bedacht mit viel Applaus.

 

Mindener Tageblatt:
Brillant inszeniert und besetzt
In brillanter Inszenierung erlebten Mindener Theaterbesucher rund zwei Wochen nach der Uraufführung die Bühnenfassung von Siegfried Lenz’ Deutschstunde. Sie waren begeistert.
Stefan Zimmermann ist es gelungen, den Kern der „Deutschstunde“ ins Theater zu bringen, dabei sprachlich dicht an Lenz zu bleiben und die zeitlichen Ebenen der Romanvorlage geschickt umzusetzen.

 

Neue Westfälische Lübbecke:
Ergreifende Inszenierung – Tosender Applaus
Eine ergreifende Inszenierung des Romans „Deutschstunde“ haben rund 400 Besucher in der Stadthalle in Lübbecke erlebt. … Sowohl die bedrückende Stimmung in der Jugendbesserungsanstalt als auch der Kriegs- und Nachkriegsereignisse hatten die Schauspieler hervorragend auf die Bühne gebracht. … Die zunächst betretene Stille verwandelte sich in tosenden Applaus der Zuschauer.

 

Borkener Zeitung:
Lenz-Klassiker beeindruckt – Standing Ovations
Lenz schafft eine Verbindung zwischen dunkler Vergangenheit, in der das Unvorstellbare vorstellbar wird, und demokratischer Gegenwart. Und das gelingt auch dieser Bühnenfassung. Es ist eine Deutschstunde im doppelten Sinne: Siggi schreibt den Aufsatz, während der Leser oder Betrachter einen Lektion in Sachen deutscher Geschichte erhält: „Ich tue nur meine Pflicht“, ist das Lebensmotto des Vaters, der sich keiner Verantwortung bewusst ist, seinen Freund und Lebensretter im Auftrag der Nationalsozialisten verrät und den der Sohn in der Absurdität seines Handelns entlarvt. Siggi schreibt sich seine Lebensgeschichte von der Seele, so wie Lenz auch geschrieben hat, „um die Welt zu verstehen“ und damit die deutsche Geschichte zu analysieren und zu dokumentieren. Es wird deutlich: Dazu bedarf es keiner Metropole als Handlungsschauplatz, sondern der Mikrokosmos eines kleinen, fiktiven Dorfes am Meer spiegelt die Menschen in ihren tiefsten Abgründen wider und hat an Aktualität nichts eingebüßt. … Das Publikum dankte der hervorragenden Leistung der Darsteller mit intensivem Applaus und Standing Ovations.

 

Westfalenblatt Lübbecke:
Hervorragende schauspielerische Leistungen in einer gelungenen Inszenierung

 

Veranstalter Hameln:
Ein beeindruckender Theaterabend!

 

Veranstalter Wahlstedt:
Großartige Inszenierung

 

Münsterländische Volkszeitung Rheine:
Gelungene Bühnenfassung
Die Streitgespräche zwischen Jepsen und Nansen gehörten zu den Höhepunkten dieser Aufführung, philosophisch tief und für jede Zeit der Menschheit bedeutsam, und dennoch von beiden Schauspielern in einer Verständlichkeit und Klarheit vorgetragen, die Lenz’ Intention herausstellt.

 

Schweinfurter Tagblatt:
Wenn die Pflicht über alles geht
Der herausragende Akteur des Abends ist Florian Stohr. Stefan Rehberg überzeugt, spielt einen strammen Uniformträger, äußerlich selbstbewusst, hochmütig, einen üblen Blockwart, dem Abstand und Menschlichkeit völlig fremd sind. Und er ist furchtbar beschränkt, wenn er selbst leere Blätter des Malers beschlagnahmt. Der Nansen von Max Volkert Martens strahlt dagegen Leichtigkeit aus. Seine Unabhängigkeit scheint unantastbar, er hat etwas Anziehendes, auch auf Jepsens Kinder, was dessen Wüten noch bestärkt.

 

Oltener Tagblatt:
Siegfried Lenz ganz gross
Der Schauspieler Max Volkert Martens, der in dieser anspruchsvollen Inszenierung ausdrucksstark den Maler Max Ludwig Nausen spielte, brachte es in seiner Aussage zum Stück auf den Punkt: «Was für ein mutiges Unterfangen, die Deutschstunde zu dramatisieren und sie auf die Bühne zu bringen!» Man kann dieser Aussage nur zustimmen. Stefan Zimmermann machte dies sehr geschickt, sodass der rote Faden durch das Stück hindurch nie abbrach…

In unserer Welt wird auch der Künstler zum Mitwisser. (Siegfried Lenz)
Wenn man Deutschland verstehen will, muss man Siegfried Lenz lesen. Der Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels beschäftigt sich in der Deutschstunde mit der für unser Land durchaus typischen Thematik, dass Pflichterfüllung als Erziehungsideal lange vor Menschlichkeit ging, ganz besonders während der NS-Herrschaft. Der vielfach ausgezeichnete israelische Schriftsteller Amos Oz über Lenz: „Einer der wichtigsten Vertreter der Weltliteratur. Man stellt sich die Frage: Wie hätte ich mich damals verhalten? Lenz bringt uns dazu, darüber nachzudenken“.
Die Deutschstunde ist nach wie vor Pflichtlektüre im Schulunterricht. Nicht ohne Grund, denn Siegfried Lenz hat sich damit „zum Volksschriftsteller der deutschen Nachkriegsliteratur geschrieben“, wie Marcel Reich-Ranicki treffend bemerkte.

Noch nie war die Deutschstunde auf einer Bühne zu sehen. Die neue Bühnenfassung – die erste von Autor und Verlag autorisierte – ist also eine kleine Sensation.

In ausgewählten Szenen konzentriert sie das Geschehen auf das Kernthema, den Aufsatz über „Die Freuden der Pflicht“, den der 20-jährige Siggi Jepsen 1954 in einer Besserungsanstalt schreiben soll. Zunächst bleibt das Blatt leer, doch dann kann Siggi kein Ende finden – Heft um Heft füllt sich. Zu sehr beschäftigt ihn, was er als Kind und Jugendlicher während des Krieges erleben musste: Sein Vater, der kleine Dorfpolizist Jens Ole Jepsen, hatte seinen Jugendfreund, den als „entartet“ gebrandmarkten und mit Berufsverbot belegten Maler Max Ludwig Nansen, bespitzelt, überwacht und denunziert. (Vorlage der Figur ist der berühmte Expressionist Emil Nolde). Pflichterfüllung ging vor Menschlichkeit. Und selbst nach dem Ende des Regimes verfolgte Jepsen den Maler beharrlich weiter – seine Mission schien keinen Auftrag mehr zu brauchen.
Lenz wurde nicht nur zum genialen Denker über die deutsche Nazi-Diktatur, sondern auch zum menschlichen Botschafter zwischen dunkler Vergangenheit und demokratischer Gegenwart – vor allem mit der Deutschstunde, in der er das Unvorstellbare vorstellbar machte, getreu seinem Motto: „Ich schreibe, um die Welt zu verstehen“.

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