Zweite Tournee 17. September 2027 - 17. Oktober 2027

Sissi – so nah wie nie

Musical von Georg Stampfer und Johann Müller

Besetzung 

N.N.
Sissi, Kaiserin Elisabeth

N.N.
Franz Josef, Kaiser von Österreich

N.N.
Luigi Lucheni, Sissis Mörder

Ensemble 1D 2H

Künstlerische Leitung 

Dominik Am Zehnhoff-Söns

Inszenierung

Georg Stampfer

Musik und Projektionen

Alle Tourneen 

2. Tournee: 17.09. – 17.10.2027
1. Tournee: 10.04. – 10.05.2026

Eine Produktion der a.gon Theater GmbH München
in Kooperation mit Austrian Classic Philharmony

Elisabeth, ihr Mann Kaiser Franz Joseph und ihr Mörder Luigi Lucheni begegnen sich nach ihrem Tod in einer Zwischenwelt, aus der es kein Entkommen gibt. Ihre Geschichte ist nicht zu Ende. Sie beginnt von vorn.

Zum ersten Mal wird ihnen möglich, was das Leben ihnen verwehrt hat: einander anzusehen, sich anzuklagen und auszusprechen, was zwischen ihnen liegen blieb. Gemeinsam gehen sie zurück an die Stellen, an denen ihre Leben kippten – dorthin, wo aus dem unbeschwerten jungen Mädchen die spätere Kaiserin Elisabeth wird, wo Nähe in Distanz umschlägt, Freiheit zur Flucht wird und in der Dunkelheit einer Überzeugung der Gedanke an Mord Gestalt annimmt.

Doch gerade diese neue Freiheit führt sie tiefer hinein in das, wovon sie nicht loskommen: ihre Geschichte. Was zunächst als Rückschau beginnt, wird zur Wiederkehr all dessen, was sie geprägt, verletzt und aneinander gebunden hat – und so wird der Raum zu einer Art Hölle.

Live ausgeführte Lichtprojektionen und eigens eingespielte Orchestermusik vom Rundfunkorchester Bratislava verwandeln die Bühne in einen Raum der Erinnerung und des inneren Erlebens. Vor den Augen des Publikums beginnt die Legende zu flimmern, zu zerfließen und sich aufzulösen – bis hinter dem vertrauten Bild von Sissi die Frau sichtbar wird.

Szenenfotos 

Fotos: Johannes Pfeifer / Austrian Classic Philharmony / Peter Koch (Kleines Theater am Markt in Wahlstedt)

Rezensionen 

Westfalen-Blatt, Bad Oeynhausen
Vielschichtige Retrospektive über ‚Sissi’
… Hier wird Tacheles geredet: All die Egoismen von Franz, die der Kaiserin großes Leid zufügen, kommen auf den Tisch. Regisseur Am Zehnhoff-Söns lässt die Kaiserin und ihren Mörder in beinahe intime Nähe zueinander kommen. … Im Hintergrund großformatige Stimmungsbilder über eine Riesenleinwand, während sich die eigens eingespielte Orchestermusik vom Rundfunkorchester Bratislava dramatisch zuspitzt. Diese Sissi (in Gestalt von Maria Helgath) ist … eine couragierte Frau, die um ihren Wert kämpft, und doch erkennen muss, dass sie verloren hat. Modern und mutig kommt der Ansatz des a.gon Theaters daher und hat sich die volle Anerkennung des Publikums verdient.
Gabriela Peschke, 17. April 2026

 

Neue Westfälische
Vom Leben im goldenen Käfig
Die bayrische Inszenierung konzentriert sich statt auf die herbei gedichteten Sonnenseiten auf die großen Enttäuschungen im Leben der österreichischen Kaiserin. Das Publikum war gefangen von den Innenansichten und der Wucht der Inszenierung.
… Mit einer mitreißenden Sogwirkung steuert das Musical auf die dünne Feile hin, mit der Attentäter Luigi Lucheni, der schon den Gürtel um den Hals trägt, mit dem er sich später aufhängt, ihrem Leben ein Ende setzt – der berühmte Stich. Dann geht das Licht aus. Und Sissi bleibt – übersät mit Rosenblättern – regungslos auf dem Boden liegen. Das Publikum muss sich erst kurz sammeln. Dann bedanken sich die Gäste für den ambitionierten Musicalabend.
Elke Niedringhaus-Haasper, 17. April 2026

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