
Anhelina Vlasenko i.V.
Maya
Michel Guillaume
Dr. Christian Stahl, Parteifunktionär
Norbert Heckner
Esat Aboud
Judith Riehl
Die Parteivorsitzende u.a.
Michael Stark
Leonard Studar
Ensemble 2D 3H
3. Tournee 05.02. – 27.02.2028
2. Tournee 11.11. – 21.12.2026
1. Tournee 20.09. – 09.11.2025
Aufführungsrechte:
Per H. Lauke Verlag, Hamburg
Eine Produktion der a.gon Theater GmbH München
Die 23-jährige Maya will in der deutschen Politik durchstarten. Frisch eingebürgert, jung, motiviert und voller Ideale tritt sie einer liberal-progressiven Partei bei – und merkt schnell, dass Haltung allein noch keine Redezeit schafft. Dort zählen Geduld, Ellenbogenmentalität und rhetorische Brillanz. Und der Mut, die eigene Stimme zu erheben, wenn andere längst das Wort führen.
Ausgerechnet Dr. Christian Stahl, politisches Schwergewicht der gegnerischen Partei, wird ihr Gegenspieler. Als er Maya öffentlich beleidigt und jemand den Moment filmt, geht der Clip viral. Seine Partei verordnet medienwirksame Schadensbegrenzung: Stahl soll sie in Rhetorik und politischer Selbstdarstellung coachen – und Maya wird wider Willen zum politischen Aushängeschild.
Zwischen Maya und Stahl entsteht eine herrlich schräge Beziehung: halb Schlagabtausch, halb Rhetoriktraining, irgendwo zwischen Trauma-Aufarbeitung, politischem Coaching und Schopenhauer. Begleitet von ihrem Freund Leonard und ihrem Vater, der sie einst in Sicherheit brachte und sich nun selbst fremd fühlt, lernt Maya, dass es mehr braucht als ein Mikrofon und ein Parteibuch, um wirklich sprechen zu können.
Aus gegenseitiger Feindseligkeit wird eine unerwartete Allianz. Zwei Menschen, die einander eigentlich nur widersprechen sollen, bleiben aneinander hängen – und merken, dass hinter der gegnerischen Position mehr liegt als eine Meinung. Mayas Kontra erzählt bissig und klug davon, wie aus öffentlicher Beschämung ein Training im Gegenhalten wird – und aus einer jungen Frau, über die gesprochen wird, eine, die selbst das Wort ergreift.
LokalPlus, Lennestadt, 11.10.2025
Eindrucksvoller Theaterabend: Berührende Inszenierung mit feinem Humor und Tiefgang
Die Glocke, Rheda-Wiedenbrück, 01.10.2025
Fabelhaft gespielt: Gelungener Auftakt mit »Mayas Kontra«
Sie ist so liebenswert burschikos, kann auch so böse gucken. Wenn sie jedoch lacht, gehen die Lichter im Saal an. Die 23-jährige ukrainische Nachwuchsschauspielerin Anhelina Vlasenko aus Donetsk hat wohl viele Theaterfreunde in der Rheda-Wiedenbrücker Stadthalle verzaubert, amüsiert, begeistert.
Fabelhaft war ihre Rolle als Syrerin „Maya“, eine eingebürgerte Deutsche. Am Montagabend bildete das Stück „Mayas Kontra“ einen gelungenen Auftakt […]. Dem Publikum präsentierte sich ein perfekt interaktives fünfköpfiges Ensemble […]. Es geht […] um tiefgründige, wirklichkeitsnahe Themen, mithin um Vorurteile kontra Menschlichkeit, Empathie gegen Aggressivität.
Alfelder Zeitung, 28.09.2025
Klug, provokant, humorvoll: Langanhaltender Applaus für eine inspirierende, hochaktuelle Geschichte am Puls der Zeit
In einer Zeit, in der politische Gräben tiefer werden und humanistische Ideale zunehmend unter Druck geraten, bringt die Kulturvereinigung Alfeld zum Auftakt der neuen Saison mit „Mayas Kontra“ vom a.gon Theater eine inspirierende und hochaktuelle Geschichte auf die Bühne, die am Puls der Zeit schlägt. Carolina Zimmermanns Text verbindet politische Satire, Migrationsgeschichte und rhetorisches Schlagabtausch-Theater zu einer pointierten abendfüllenden Auseinandersetzung über Macht, Sprache und Zugehörigkeit. Ein kluges, unterhaltsames Theaterstück, das an der Grenze zur Komödie entlang wandert.
Das Stück balanciert geschickt zwischen Humor, Tragik und Gesellschaftskritik. Es fragt nach der Bedeutung von Stimme und Sichtbarkeit in der Politik, nach der Rolle von Identität und Herkunft […] und geht auch der Frage nach, wie viel Idealismus in einem System möglich ist.
Vlasenko zeichnet ihre Figur mit beeindruckender Bandbreite: Zwischen kämpferischer Entschlossenheit, jugendlicher Ungeduld, verletzlicher Unsicherheit, der Suche nach Anerkennung und dem unbändigen Drang, nicht nur „die junge Migrantin“ zu sein, sondern Politikerin auf Augenhöhe. In ihren Monologen spürt man sowohl die Sehnsucht anzukommen, als auch die Last, Repräsentantin einer Minderheit zu sein.
Guillaume kontert als Dr. Stahl mit schneidender Rhetorik und subtiler Arroganz. Seine Figur, ein altgedienter Politprofi, entpuppt sich als widerwilliger Mentor und zugleich Spiegel jener Mechanismen, die er selbst längst verinnerlicht hat.
Motor des Abends sind ihre Dialoge: Schlagfertige Wortgefechte wechseln mit Momenten unerwarteter Nähe. Mal wirkt die Bühne wie eine Talkshow-Arena, mal wie ein intimes Klassenzimmer. Gerade in den leisen Szenen entfaltet die Inszenierung emotionale Tiefe.
Die Inszenierung besticht durch klare Formsprache und herausragende Darsteller, […] die zu Recht mit langanhaltendem Applaus belohnt werden. Ein Theaterabend, der beweist, dass politische Gegenwartsdramatik nicht trocken, sondern packend und humorvoll sein kann.
Petra Meyfarth
Borkener Zeitung, 26.09.2025
Großer Beifall für die gelungene Mischung aus Gesellschaftsdrama und Komödie
Das Stück „Mayas Kontra“ erwies sich als eine gelungene Mischung aus Gesellschaftsdrama und Komödie. Das Publikum folgte während der gesamten Spieldauer sehr aufmerksam dem Geschehen auf der Bühne, das nachdenklich stimmte und häufig sehr berührend wirkte.
[….] Das Theaterstück setzt auf einen offenen, aber hoffnungsvollen Schluss: […] Trotz aller politischer Intrigen – den Vertretern einer menschlichen Gesinnung bleibt die Möglichkeit, selbst das Wort zu ergreifen.
Das Publikum fühlte sich offensichtlich nicht nur von der überzeugenden Leistung der Schauspieler, sondern auch von der Botschaft des Stücks berührt und es belohnte das Ensemble mit großem Beifall.
Dorothea Nattefort
Mindener Tagblatt, 23. September 2025
Eine Komödie, die mit Spannung und Sprachwitz punktet: MAYAS KONTRA trifft den Nerv des Publikums
Aus der Grundkonstellation bei Mayas Einbürgerungsfeier zieht die Inszenierung von Johannes Pfeifer für das a.gon-Theater aus München Spannung und Sprachwitz zu einem sehr aktuellen Thema.
Mit lebensnah gestalteten Charakteren spricht dieses Schauspiel eine Vielzahl aktueller Probleme an und bietet damit reichlich Gesprächsstoff.
Anhelina Vlasenko spielt […] mit der nötigen Portion Naivität, Schüchternheit und Temperament, mit der sie ihr Ziel, die Kandidatur für den Bundestag, angeht und dazu ihre demokratischen Ideale leidenschaftlich verteidigt.
Für seine Rezitation der „besten Rede der Welt“, einst von dem Astrophysiker Carl Sagan über ein von der Raumsonde Voyager aufgenommenen Foto von einem „einsamen Körnchen im Dunkel des Weltalls“, erhält Michel Guillaume [Anm. d. Red.] vom Publikum Szenenapplaus.
Mit dem Schauspiel von Carolina Zimmermann bietet das a.gon-Theater dem Mindener Publikum eine Komödie, die mit Spannung und Sprachwitz punktet. Zur Uraufführung spielte das Ensemble drei Vorstellungen im Stadttheater Minden und trifft damit den Nerv des Publikums.
Ursula Koch
Theater plant man am besten im Gespräch.
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