Tournee 2. März – 13. April 2028

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Nach dem berühmten Roman von Judith Kerr

Musical von Thomas Zaufke und Henry Mason

Mit Live-Gesang und Halbplayback

Besetzung 

N.N.
Anna (Judith Kerr)

N.N.
Max, Annas großer Bruder

N.N.
Mama, die Komponistin Julia Kerr

N.N.
Papa, der Theaterkritiker, Essayist und Schrifsteller Alfred Kerr

N.N.
Heimpi, Ersatzmutter und Mädchen für alles im Hause Kerr

N.N.
Onkel Julius, ein Freund der Familie

und weitere Rollen

Ensemble 3D 3H

Künstlerische Leitung 

Stefan Zimmermann

Inszenierung

Musiker 

Christian Bihlmaier

Musikalische Leitung

Alle Tourneen 

Tournee 02.03. – 13.04.2028

Aufführungsrechte:
Felix Bloch Erben GmbH & Co KG

Eine Produktion der a.gon Theater GmbH München

London, 1948. Die Künstlerin Judith Kerr kramt unter ihrem Bett einen alten Schulranzen hervor – und taucht ein in eine Kindheit, die ihr so fremd geworden ist, als wäre sie jemand anderem passiert. Nennen wir sie Anna.

Berlin, Februar 1933. Anna, neun Jahre alt, hat die größte Sorge, dass ihre glückliche Kindheit sie nie berühmt machen wird. Dann verschwindet Papa über Nacht – ein Polizist hat ihn gewarnt, bevor die Nazis seinen Pass einziehen können. In nur fünf Tagen räumt und vermietet Mama das Haus, packt die Koffer. Das rosa Kaninchen bleibt zurück, weil Anna sich für den neuen Kuschelhund entscheidet.

Was folgt, ist eine Odyssee durch drei Länder, drei Sprachen, drei Leben in ungewohnter Mittellosigkeit: die Schweiz mit vierzig Grad Fieber und der Nachricht, dass Hitler die Wahl gewonnen hat und kein Zeitungsverlag sich traut, Papas Artikel zu veröffentlichen. Paris mit einer winzigen Wohnung, verkohlten Bratkartoffeln – und dem Moment, in dem das Französische plötzlich wie von selbst kommt. Zuletzt London im Herbstregen, mit Koffern und einem Schulranzen voller Erinnerungen und Papas erstem verkauftem Drehbuch, das die Überfahrt erst möglich macht.

Thomas Zaufkes Musik trifft genau dort, wo Judith Kerrs Roman seine ganze Kraft entfaltet: in den kleinen Momenten zwischen den großen Erschütterungen. Wenn Papa singt, dass man schreiben soll, was man muss – nicht was andere erwarten. Wenn Max verbissen Französisch paukt, bis er Klassenbester ist. Wenn eine Familie, die alles verloren hat, trotzdem lacht.

Ein Musical über Heimatverlust und Neuanfang – und über eine Familie, der man Länder, Sprache und Zuhause nehmen kann, aber nicht einander.


Die Musik

Thomas Zaufkes Musik holt den Klang der 30er Jahre in die Gegenwart: Berliner Schlager, Alpen-Anklänge, Pariser Lokalkolorit und tief empfundene Balladen. So wird Annas Flucht auch musikalisch zur Reise – leicht im Ton, präzise in der Figur und immer nah an dem, was unter der Oberfläche geschieht.

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