Zweifel
Szenenfoto mit Diana Körner und Dieter Gring aus der Produktion des Fritz-Rémond-Theaters Frankfurt/ M - © Helmut Seuffert

Tournee 5. März bis 12. April 2021

Schauspiel

Zweifel

Schauspiel von Patrick Shanley • Deutsch von Daniel Call

Ausgezeichnet mit Pulitzer Prize for Drama und Tony Award for Best Play

Eine Produktion des Fritz Rémond Theaters Frankfurt

  • Diana Körner
    Diana Körner
    Schauspielerin

    zählt zu den bekanntesten deutschen Film- und Theaterschauspielerinnen.
    Sie stand z.B. auf der Bühne des Schillertheaters in Berlin und des Hamburger Schauspielhauses oder war in Stanley Kubriks Film „Barry Lyndon“ an der Seite von Ryan O'Neal zu sehen. Zu ihren Fernsehenrollen zählen: „Liebling Kreuzberg“ „Girlfriends“, „Unter weißen Segeln“, „Der Bulle von Tölz“ u.v.m.

     

    Bei a.gon war und ist sie zu sehen in

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    Foto: Barbara Volkmer

  • Dieter Gring
    Dieter Gring
    Schauspieler

    Dieter Gring begann seine Ausbildung zum Schauspieler bereits mit 17 Jahren an der Stage & Musical School in Frankfurt, die er 1992 mit der Bühnenreifeprüfung abschloss. Schon während des Studiums spielte er an verschiedenen Bühnen in Frankfurt und Umgebung. Unter anderem am Fritz-Rémond-Theater und der Komödie, sowie den Brüder Grimm Festspielen Hanau.

    Nach Beendigung der Ausbildung war er an verschiedenen Bühnen als Schauspieler tätig. Unter anderem am Stadttheater Zwickau, bei den Kreuzgangspielen Feuchtwangen, den Schloßfestspielen Dilsberg,an den Kammerspielen Karlsruhe, am Theater in Bonn – Bad Godesberg. Und immer wieder am Frankfurter Fritz-Rémond-Theater, wo er zuletzt als Raymond in dem Stück „Rain Man“ zu sehen war.

    Hier spielte er Rollen wie Andri in „Andorra“, den Beckmann in „Draußen vor der Tür“, Kittel in „Ghetto“, Elling in „Elling“ und vieles mehr.

    Außerdem schrieb und inszenierte er zahlreiche Stücke für die Brüder Grimm  Festspiele und übernahm von 2007 bis 2013 die Intendanz der Festspiele.

     

    Neben der Tätigkeit an verschiedenen Bühnen wirkte er ebenso in Serien und Filmen mit. Zuletzt stand er zum Beispiel für die  „Lindenstrasse“(ARD), Gute Zeiten, schlechte Zeiten(RTL), Heldt(ZDF), Lügen die von Herzen kommen(ZDF) sowie dem Kinofilm „Atlas“ vor der Kamera

     

    Darüber hinaus arbeitet er in vielen unterschiedlichen Bereichen als Sprecher. Unter anderem von 2011-2014 als Station Voice für das ZDF, sowie als Erzähler mehrerer Walt-Disney Hörspiele, sowie Hörbücher, Dokumentationen, und für TV und Funk Werbung.

    2018 erhielt er für seine Darstellung des „Boanlkramer“ in „Der Brandner Kaspar und das ewig` Leben“ den Preis des Vereins zur Förderung von Kunst und Kultur Hanau e.V als Bester Darsteller.

     

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    Foto: Frank Böhle

  • Dalila Abdallah
    Dalila Abdallah
    Schauspielerin

    Abdallahs Mutter entstammt einer kubanischen Musikerfamilie, ihr Vater ist Maler aus der Republik Trinidad und Tobago. 1989 siedelte die Familie von London nach Frankfurt am Main über. Nach dem Abitur 2003 durchlief Abdallah an der Schauspielschule Charlottenburg bei Valentin Plătăreanu eine Ausbildung zur Bühnen- und Fernsehschauspielerin, die sie 2007 mit Diplom abschloss. Neben den Engagements an Häusern wie dem Stuttgarter Renitenztheater, dem Grips-Theater und der Volksbühne in Berlin sowie dem Ulmer Stadttheater studiert sie Gehörlosenpädagogik auf Förderschul-Lehramt. Sie spricht zwei Fremdsprachen und deutsche Gebärdensprache.
    Als Duo Schwarz auf Weiß gewann Abdallah mit Christine Prayon 2009 den Silbernen Rostocker Koggenzieher. Seit 2013 ist sie Mitglied der Fachjury bei der Vergabe dieses Kabarettpreises. 2010 erhielt sie für die Eigenproduktion Sauerkraut und Kochbananen mit Peter Marty den Goldenen Wiener Kleinkunstnagel.
    Seit 2014 ist sie Botschafterin der Initiative Respekt! Kein Platz für Rassismus.
    Für Zweifel steht sie nun das erste Mal auf der Bühne des Fritz Rémond Theaters

     

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    Foto: Oliver Röckle

Diana Körner
Schwester Aloysius

Dieter Gring
Vater Flynn

Dalia Abdallah
Mrs. Muller

N.N.
Schwester James

 

Ensemble 3D 1H

 

Regie
Peter Kühn

 

Bühne und Kostüm

  • Steven Koop
    Steven Koop
    Bühnenbildner

    Steven Koop absolvierte zunächst ein Architekturstudium an der Hochschule Karlsruhe. Während einer Assistenz am Staatstheater Karlsruhe entstand dort 2003 sein erstes Bühnenbild. Seitdem ist er als freier Bühnen- und Kostümbildner für Schauspiel- und Musiktheater tätig. 
    Sein Weg führte ihn u.a. an die Theater Kiel, Baden-Baden, Krefeld/Mönchengladbach, Esslingen, Paderborn, Pforzheim, Ingolstadt, Lüneburg, die Schauspielbühnen Stuttgart, die Hamburger Kammerspiele, das Grenzlandtheater Aachen, das Volkstheater Rostock, das Schauspiel Magdeburg und die Oper Chemnitz.
    Für die Schlossfestspiele Ettlingen entwarf er in den letzten acht Jahren alle Bühnenbilder der Saison, u.a. für die Musicals Rent, Sweeney Todd und Chicago.
    Steven Koop ist Mitglied im Deutschen Werkbund und hat einen Lehrauftrag für Bühnenbild und Szenografie an der Architekturfakultät der Hochschulen Karlsruhe.

    www.steven-koop.de

     

    Foto: Koop/privat 

 

Tournee: 5.3. – 11.4.2021

 

Aufführungsrechte: Galissas
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Schwester Aloysius leitet despotisch eine kirchliche Schule, an der der sympathische und beliebte Vater Flynn als Lehrer arbeitet. Mit seinen modernen Ansichten ist er der Schulleiterin ein Dorn im Auge. Als die junge und naïve Schwester James, die ebenfalls dort unterrichtet, ihr von Flynns freundschaftlichem Umgang mit dem farbigen Schüler Donald Muller berichtet, ist ihr Misstrauen geweckt. Obwohl ihr Beweise fehlen, bezichtigt Schwester Aloysius Vater Flynn des Missbrauchs. Er streitet alles ab, sie sucht obsessiv nach Hinweisen. Zwischen beiden hin- und hergerissen befindet sich die leicht zu verunsichernde Schwester James, die nach und nach zum Spielball in einem erbitterten Kampf um die „Wahrheit“ wird. „Doubt“ (so der Originaltitel) feierte im Jahr 2005 sensationelle Erfolge am Broadway.

Das Stück erhielt neben zahllosen weiteren Auszeichnungen den renommierten Pulitzer Preis und den Tony Award. Zweifel ist ein Stück von heute. Es ist ein Stück über Rassenproblematik und Bildungsmisere, über Gleichberechtigung und den Kampf der Geschlechter. Es ist ein Stück über Homosexualität und Homophobie. Über den Missbrauch Schutzbefohlener, über Misstrauen und blindes Vertrauen. Ganz sicher ein Stück über die Kirche und auch über die Welt nach dem 11. September. Die geradezu inquisitorische Art und Weise, mit der Schwester Aloysius ihren einmal geschöpften, äußerst vagen Verdacht verfolgt, ihn schließlich „bestätigt“ sieht und in Konsequenzen münden lässt, erinnert auch an den Verlust bürgerlicher Freiheiten und rechtsstaatlicher Garantien im vorgeblichen Kampf gegen den Terror. In jedem Fall hat John Patrick Shanley mit seinen Fragen über den Umgang mit Verdacht, Schuld und Verurteilung ein intelligentes und provokantes Stück vorgelegt.

 

John Patrick Shanley (*1950)

ist ein amerikanischer Theater- und Drehbuchautor, Theater- und Filmre- gisseur. Er wurde in einer privaten katholischen Schule von Mitgliedern der christlichen Orden Christian Brothers und Sisters of Charity unter- richtet und absolvierte später die New York University.
Für das Drehbuch zum Film Mond- süchtig erhielt Shanley den Oscar und den Writers Guild of America Award. Für das Stück Doubt (Zweifel) wurde er 2005 mit dem Pulitzer-Preis für Theater und einem Tony Award für das beste Theaterstück ausgezeich- net. 2008 verfilmte er den Stoff unter dem Titel Glaubensfrage für die Kino- leinwand mit Meryl Streep, Philip Sey- mour Hoffman und Amy Adams in den Hauptrollen. Das Filmskript brachte ihm unter anderem Nominierungen für den Golden Globe Award und Oscar ein.

2007 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences aufgenommen.

Frankfurter Rundschau, 30.3.2019

Einen hochemotionalen Abend bietet jetzt das Frankfurter Fritz Rémond Theater. Nahtlos wird der Besucher vermutlich, nein garantiert in Privatdiskussionen übergehen. Das Theater hat einen Lauf, was die Auswahl und die Durchführung betrifft.

Shanley entspinnt das nun als klassisches angloamerikanisches Konversationsstück[…] hier getragen von einem vorzüglichen Ensemble unter der Regie von Peter Kühn.

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1.4.2019

Die aus zahllosen Fernsehrollen bekannte Diana Körner beherrscht als bis zum bitteren Ende kämpfende Schwester Aloysius die Bühne, grandios anzusehen in ihrer maßlosen Überzeugung, den Richtigen zu verfolgen.

Einfache Antworten gibt es nicht. Das macht dieses Stück so sehenswert.

 

FNP, 30.3.2019

Auch wenn Dieter Gring den vergleichsweise  weltlichen und nahbaren Vater Flynn spielt, macht er keinen Sunnyboy aus ihm. Vielmehr zeigt er eine Figur, aus der durchaus eine innerliche menschliche Zerissenheit aufblitzt.

Schön auch Julia Kemp als junge idealistische Schwester James […].

Am Ende der Frankfurter Premiere gab es begeisterten Beifall für eine intensive Inszenierung.

 

Offenbach Post, 2.4.2019

In Zeiten von “MeToo” und Missbrauchsskandalen in der Kirche, ist klar: Wegsehen ist der falsche Weg, unüberlegtes Denunzieren aber auch. Das von Peter Kühn kammerspielartig und bis zum Bühnenbild schnörkellos inszenierte Stück macht deutlich: So schwarz-weiß wie Schwester Aloysius die Welt sieht, ist sie nicht.