Dritte Tournee 15. September bis 18. Oktober 2020

Zweite Tournee 5. März bis 9. April 2020

Schauspiel

Lehman Brothers.

Aufstieg und Fall einer Dynastie

Schauspiel von Stefano Massini

Oliver Severin

Paul Kaiser

Edith Konrath

Konstantin Gerlach

Wolfgang Mondon

Sebastian Gerasch

 

ENSEMBLESTÜCK: keine Rollennamen

Ensemble 1D 5H

 

Inszenierung

 

Bühnenbild

 

Kostümbild

 

Dritte Tournee: 15.9. – 18.10.2020
Zweite Tournee: 5.3. – 9.4.2020
Tournee: 19.9. – 14.10. und 6. – 28.11.2018
Tourneepremiere am 17. September 2018 im Theater Hameln

 

Deutsch von Gerda Poschmann-Reichenau
Aufführungsrechte: Per H. Lauke Verlag Hamburg
Eine Produktion der a.gon Theater GmbH München
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2008 meldet die amerikanische Investmentbank Lehman Brothers Insolvenz an. Der größte Unternehmenscrash in der US-Geschichte erschüttert weltweit die Finanzmärkte. Der Name Lehman wird zum Symbol eines ungezügelten, dem Untergang geweihten Kapitalismus. Vorausgegangen ist ein 150-jährige Firmengeschichte, die mit der Emigration dreier Brüder aus einem Dorf bei Würzburg beginnt. Das Stück erzählt vom atemberaubenden Aufstieg der Lehman-Brüder zur Dynastie. Von den Anfängen im Tuchwarenhandel, von der Gründung der eigenen Bank, vom Weg an die Spitze der New Yorker Finanzwelt. 150 Jahre Lehman Brothers, das heißt auch 150 Jahre Kapitalismus made in USA: die Erfindung der Jeans, das Entstehen der New Yorker Börse, die Investitionen in den Krieg, der Bau des Panamakanals, die Erfolge der Unterhaltungsindustrie. Hier wird erlebbar, wie in einem Spiel mit einfachen Regeln das Gewinnstreben Einzelner den Einsatz für alle erhöht. Wie immer waghalsigere Geschäfte nicht nur das eigene Schicksal gefährden, sondern ein ganzes System ins Wanken bringen. Ein spannender Abend, der die subjektive Sicht der Handelnden miterlebbar macht.

 

Grandiose Premieren in Dresden, Köln, Linz, Luzern, Hannover und München!

 

Das Stück wurde am 30. November 2015 im Piccolo Teatro Grassi in Mailand in der Kategorie „Bestes neues italienisches Stück“, als „Beste Produktion des Jahres“ ausgezeichnet.

 

Enorm, tollkühn, nie dagewesen!

Wie ein moderner Brecht.

5 Szenenfotos

 

Fotos: Alvise Predieri

Borkener Zeitung, 22.11.2018
Beeindruckende Szenen – Ausgezeichnete Leistungen

Sechs hervorragende Schauspieler. […] Machte den Theaterbesuch regelrecht zum „Dokumentarfilm“ über die Lehmans. Überzeugend spielte das Ensemble Sechsjährige und 90-jährige Greise. Viel Beifall für die ausgezeichneten Leistungen…

 

Augsburger Allgemeine Zeitung, 25.11.2018 (Neusäß)
Eindringliches Theaterepos mit nahezu archaischer Sprachgewalt
Exzellentes Ensemble in 30 Rollen – Toller, intensiv beklatscher Abend

Über drei Generationen reicht die faszinierende Aufstiegs- und Fallgeschichte der cleveren und geschäftstüchtigen jüdischen Brüder Henry, Emanuel und Mayer Lehman, die er [der Autor Stefano Massini] in sein eindringliches Theaterepos mit nahezu archaischer Sprachgewalt gepackt hat. … Wie nebenbei profitieren die Zuschauer von den in kluger Dosis beigefügten Lektionen in Wirtschafts- und Geschichtswissen, reiben sich die Augen angesichts der genial verbalisierten Zusammenhänge von zyklischen Welt-Katastrophen und den Mechanismen eines zynischen Marktes. Jede Menge Stoff also, aus dem die kapitalistischen Alpträume waren und noch sind …, die auch in der Tourneeproduktion aus dem bewährten Hause „a.gon“ sehr kurzweilig und überzeugend verkauft wurden.
Dies war neben der einfallsreichen Regie von Johannes Pfeiffer insbesondere auch dem flugs und flexibel, mit Humor und Verve in die stets wechselnden knapp 30 Rollen, Kostüme, Bärte, Charaktere und Situationen springenden, exzellenten Ensemble – Oliver Severin, Paul Kaiser, Konstantin Gerlach, Wolfgang Mondon, Sebastian Gerasch und ganz wesentlich der ungemein präsenten Nikola Norgauer – zu verdanken! Kein Wunder also, dass die theatralischen „Lehman Brothers“ seit der Erstaufführung 2015 ihr Publikum im Sturm erobern und Massini für seinen lakonisch-epischen Theaterstil nicht zuletzt als „moderner Brecht“ etikettiert wird.
Fazit: Ein toller, intensiv beklatschter Abend und die wärmste Empfehlung für ein Theater-Abo in Neusäß, wo großes Gespür für professionelle Gastspiele gezeigt wird.

 

Mindener Tageblatt, 14.11.2018 (Lübbecke)
Ein furioses Erlebnis

Handwerklich eine absolute Eins mit Sternchen. Timing, Tempo und Artikulation – sitzt, passt. Erstaunlich auch, wie gut es den Akteuren gelingt, in die immer wieder wechselnden Rollen hineinzuschlüpfen. Vom alten Vater zur jungen Braut in weniger als einer halben Minute. Die Stimme rutscht etwas höher, die Mimik wird ein bisschen feiner – genial und einfach gut! Man sieht, wieviel Spaß die Schauspieler am Verwandeln haben. Das ist ganz großes Kino. Ein Bild jagt das andere, langweilig wird es nie. Schön, wie immer wieder zusätzliche Ebenen eingezogen werden. Das Spiel mit der Variation, die Lust am Fabulieren – das Stück hat viele starke Stellen, es ist unterhaltsam und lehrreich.


Solinger Tageblatt, 23.9.2018

Das Stück in der Inszenierung von Johannes Pfeifer führte in einer Mischung aus Erzählung und szenischem Spiel temporeich und mit subtilem Humor durch 150 Jahre Zeitgeschichte. Die Schauspieler Oliver Severin, Paul Kaiser, Nikola Norgauer, Konstantin Gerlach und Wolfgang Mondon glänzten in rund 30 Rollen.

 

Wolfsburger Nachrichten, 26.9.2018

Regisseur Johannes Pfeifer und sein Ensemble, […] haben das Stück spannend, stringent und mit dem temporären Einbinden historisch originaler Filmausschnitte in das Schauspiel umgesetzt. Die erzählte oder dialogisch dargestellte Bühnengegenwart nahm in diesen Momenten beim Anblick der geschichtlichen Bilder nicht nur in der Vorstellung des Publikums, sondern auch optisch Gestalt an.Die Vorstellung bestach durch schauspielerische Intensität und die darstellerische Flexibilität des Ensembles, dessen Mitglieder mühe- und nahtlos in immer neue Charaktere schlüpften. Die Inszenierung war zügig. Der Wechsel von erzählenden, die Situation der Figuren erklärenden Passagen sowie dialogischen, handlungsorientierten Szenen hielt durch den Abwechslungsreichtum den Spannungsbogen aufrecht. Die Schauspieler verfügten über gute Präsenz und, was für Bühnendarsteller stets positiv ins Gewicht fällt, eine sehr gute Intonation.

 

Westfalen-Blatt, 13.11.2018 (Lübbecke)

Eine rasante, teilweise amüsante und zugleich anspruchsvolle Inszenierung voller Metaphern und schneller Dialoge. […] Nimmt in zweieinhalb Stunden immer mehr Fahrt auf und zeigt, wie im Kapitalismus Traditionen und Werte verloren gehen.

Internationaler Kritikenspiegel