George Orwell 1984

Zweite Tournee 13. April bis 9. Mai 2021

Tournee 17. September bis 27. Oktober 2019

Schauspiel

1984

Schauspiel nach George Orwell, bearbeitet von Alan Lyddiard

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Jacques Breuer
Winston Smith

Isabel Kott
Julia

Christian Buse
Charrington

Marcus Widmann
O’Brien

Georg Stürzer
Syme

 

Ensemble 1D 4H

 

Inszenierung

 

Bühnenbild

 

Kostümbild

 

Zweite Tournee 13.4. – 9.5.2021
Tournee: 17.9. – 27.10.2019

 

Aufführungsrechte: Hartmann & Stauffacher GmbH
Eine Produktion der a.gon Theater GmbH München
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Im Staat Ozeanien: Die allmächtige Einheitspartei überwacht alles und jeden rund um die Uhr. Überall hat der große Bruder seine Augen und Ohren – zum Wohle und zur Sicherheit aller Bürger, wie die Regierung versichert. Winston Smith arbeitet im „Ministerium für Wahrheit“. Er verfälscht die Geschichtsschreibung im Sinne des Regimes, schafft alternative Fakten und sorgt dafür, dass die Bewohner Ozeaniens selbst widersprüchlichste Informationen als wahr empfinden. In Winston aber gärt es. Er kann sich der totalitären Herrschaft nicht länger kritiklos beugen und begeht ein für ozeanische Maßstäbe schlimmes Verbrechen: Er denkt selbständig und führt heimlich Tagebuch. Winston verliebt sich in seine Kollegin Julia, und beide beschließen, Kontakt zum Widerstand im Untergrund aufzunehmen. Doch die Gedankenpolizei hat sie bereits im Visier…

George Orwell schrieb den Roman 1984 anno 1948. Die gedrehte Jahreszahl gab dem rasch weltberühmt gewordenen Buch den Titel. 1948 schien es ein Blick in eine sehr weit entfernte Zukunft. Auch im realen Jahr 1984 bestand noch nicht viel Grund zur Sorge, Orwell könnte recht gehabt haben. 35 Jahre später haben wir nun allerdings um so mehr Anlass zur Sorge: Orwells Vision von der totalen Überwachung hat erschreckende Aktualität gewonnen. Man stelle sich nur vor, eine Diktatur übernähme die Kontrolle über unsere im Internet gesammelten Daten und könnte nach Belieben Persönlichkeitsprofile erstellen…

 

„Was Orwell in seiner Anti-Utopie von 1948 vorführt, […] sind wir mittlerweile weit voraus, subtiler, umfassender und können, wenn auch nicht überall, selbst in demokratischen Staaten – ohne Daumenschrauben auskommen. Die Entwicklung ist längst nicht abzusehen. Wenn demnächst nur noch mit Handy bezahlt werden kann, ist Orwells „Big Brother“ legale Realität.“ (Richard Peter, DeWeZet vom 17.09.2019 – Premiere in Hameln)

 

Autor George Orwell (1903 – 1950)

war ein englischer Schriftsteller, Essayist und Journalist. Von 1921 bis 1927 war er Beamter der britischen Kolonialpolizei in Birma. 1936 nahm er auf republikanischer Seite am Spanischen Bürgerkrieg teil.
Er schrieb Romane, wie Eine Pfarrerstochter (1935) und Auftauchen, um Luft zu holen (1939), Sozialreportagen wie Erledigt in Paris und London (1933) und Der Weg nach Wigan Pier (1937), und Essays. Durch seine Antiutopien Farm der Tiere (1945), eine satirische Fabel über den sowjetischen Kommunismus, und 1984 (1948), eine Zukunftsvision von einem totalitären Staat, wurde Orwell weltberühmt und zählt heute mit seinem Gesamtwerk zu den bedeutendsten Schriftstellern der englischen Literatur.

10 Szenenfotos

 

Fotos: Alvise Predieri

1984 Podcast – Ein Gespräch mit Regisseur Johannes Pfeifer

 

Schwarzwälder Bote, 25.10.2019 (Villingen-Schwenningen)
Ungewöhnlich beeindruckendes Schauspiel – eine perfekte Inszenierung 

Das Publikum schweigt, auf der Bühne wird es langsam dunkler. Erst als es wieder hell wird, beginnen die Zuschauer mit eindrücklichem und lang anhaltendem Applaus. Das sehenswerte Schauspiel erinnert an aktuelle politische Vorfälle und hat im Zeitalter der digitalen Welt, von Smartphone und Alexa, von seiner Aktualität nichts verloren.

Es ist eine perfekte Inszenierung mit sehr guten Schauspielern. Die herrschenden Machtstrukturen, die Gleichschaltung des Denkens, die Grausamkeit und Kälte, die daraus resultiert, werden auf den Punkt gebracht.

 

Fellbacher Zeitung, 17.10.2019
Viel Applaus für ein eindringliches Stück

Das Münchener a.gon Theater hat am Dienstagabend das gleichnamige Schauspiel […]  eindringlich auf die Bühne gebracht. “Wenn man bedenkt, wie sich die Dinge seit 1930 entwickelt haben, fällt es einem schwer, an das Überleben der Zivilisation zu glauben”, wird eine Aussage von George Orwell im Programmheft zitiert. Und bedrohlich aktuell mutet einen an, was sich da – hervorragend umgesetzt – auf der Bühne abspielt.
Viel Applaus für ein eindringliches Stück Weltliteratur auf der Bühne […].

 

NOZ Lingen, 03.10.2019
Kraftvolle Inszenierung: langanhaltender, intensiver Applaus für das bravouröse Ensemble

Jacques Breuer und Isabel Kott brillierten in der Inszenierung 1984 von Johannes Pfeifer.

Dass nach über siebzig Jahren nach Erscheinen des dystopischen Romans Orwells der Inhalt aktueller denn je ist, hat die Inszenierung von Johannes Pfeifer […] ohne konkrete Aktualisierungshinweise oder Fingerzeiger allein durch die klare Charakterisieriung der einzelnen Rollen und der konsequent strukturierten Szenen-Sequenzen zutage gebracht.

Dabei reizte Peifer das Maß des Zumutbaren, was die Darstellung der perfiden Machtstrukturen und des Machtgebarens Einzelner innerhalb des totalitär geführten Staates Ozeanien angeht, aus, und regte damit zum Nachdenken an.

Das Publikum wurde mit der Dauerüberwachung, die an die Substanz ging, konfrontiert […]: Beklemmung und Wut machten sich breit über das Funktionieren eines solch leidvollen Systems. Es entstanden aber auch Assoziationen zu unserer freiwillig gewählten, digitalen Welt im Zeitalter von Smartphone und Alexa. Die absolut gelungene Inszenierung des a.gon Theaters schuf Betroffenheit zu einem sehr aktuellen Thema.

 

DEWEZET Hameln, 17.9.2019
Ziel der totalen Vernichtung jeglichen individuellen Bewusstseins
Ausgerechnet das, was am Theater so selten gelingt, nämlich Folter so darzustellen, dass sie nicht lächerlich wirkt und auch nicht unerträglich – wird unter Pfeifer zum spannungsgeladenen Artefakt. Weil Jacques Breuer – als Winston Smith, der noch Erinnerungen hat und eigene Gedanken, die er in einem Tagebuch festhält – ein wunderbarer Schauspieler ist und in Markus Widmann als O’Brien einen ebenso brillanten wie eiskalten Widerpart besitzt, der nur eines kennt: Macht. Die er gnadenlos ausübt mit dem Ziel der totalen Vernichtung jeglichen individuellen Bewusstseins. […]. „1984“ ist wieder ein Einzelfall und wird sich immer in neuen Formen weiterentwickeln.

 

Niederösterreichische Nachrichten, 19.9.2019
Es ist der richtige Moment, diesen Stoff auf die Bühne zu bringen 

Die Produktion des a.gon Theaters München schildert die düstere Vision eines totalitären Überwachungsstaates ohne Umschweife mit […] starken Bildern.
Man erlebt in starken optischen Einblendungen und aufrüttelnden akustischen Signalen den klug konstruierten Handlungsstrang. Man taucht tief in die aufkeimende Unmenschlichkeit ein und das Ensemble versteht es mit überzeugenden schauspielerischen Leistungen nicht nur zu überzeugen, sondern auch aufzurütteln. Am Ende spürt man die niederschmetternde Botschaft. Sie ist angekommen und sorgt, besonders bei den vielen Jugendlichen, für viel Gesprächsstoff. “Es ist der richtige Moment, diesen Stoff auf die Bühne zu bringen“ […]. Das Stück hat nichts an Aktualität eingebüßt.

 

Surseer Woche, 20.9.2019
Langanhaltender Beifall

Das Publikum schweigt, bis die Bühne dunkler und dunkler wird. Erst jetzt brandet Winston Smith alias Jacques Breuer Applaus entgegen. Die Stadttheater-Besucher honorieren die Leistung des Ensembles mit langanhaltendem Beifall.

Puh, durchschnaufen, abschütteln! „Eine schwere „anspruchsvoll“ […] kommentierten Einige. Das Thema von „1984“ […] hat auch in der Gegenwart Zündstoff und leider auch Nachahmer.

a.gon München […] warb mit “Theater aus Leidenschaft”. Und diese Tugend drückte das fünfköpfige Schauspiel-Ensemble auf der Bühne aus.

 

Veranstalterin Sursee, 21.9.2019
Professionell inszeniert, genial gespielt

Darf Theater „nur“ unterhalten? Oder darf Theater einen auch emotional fordern und an seine Grenzen bringen? Wenn Theater so professionell inszeniert ist wie von a.gon Theater München und so GENIAL gespielt wie von Jacques Breuer, Isabel Kott, Christian Buse, Marcus Widmann und Georg Stürzer… dann darf Theater alles!

 

Alfelder Zeitung, 26.9.2019
Beängstigend aktuell

Ein aufregender […] Theaterabend, der inspiriert und zum Nachdenken anregt. Regisseur Johannes Pfeifer ist mit seiner dichten Inszenierung ein spannender, unterhaltsamer Theaterabend gelungen.

 

Tageblatt Buxtehude, 26.9.2019
Ein perfides Spiel mit der Macht 

Orwells Dystopie „1984“ ist, obwohl 70 Jahre alt, hochaktuell. Und unangenehm realitätsnahh.
Das Stück nach dem Roman erzeugt […] Beklemmung. Aber auch eine ohnmächtige Wut schleicht sich ein, angesichts der Tatsache, dass die grenzenlose Dummheit, getarnt als perfide Intelligent, immer die Zügel in der Hand behalten wird.

Orwells spitzfindiges Meisterwerk über ein totalitäres System ist auch deshalb so erschreckend, weil es eben keine Fantasie-Geschichte ist: Die chinesische Regierung baut ein System auf, dass das Verhalten seiner Bewohner in allen Lebensbereichen bewertet und dann mit Sanktionen straft. Die DDR und Russland sind weitere Beispiele für Unfreiheit. Das mag dem einen oder anderen Zuschauer durch den Kopf gegangen sein, als sie […] am Schluss minutenlang applaudierten. Für einen grandiosen Autor und für eine grandiose Inszenierung.

 

Stimmen aus dem Publikum:
Sehr gut gespielt von allen Darstellern. Sonja Borchers
Das Stück bringt auf den Punkt, worum es eigentlich geht. Beate Holzhamm