Vierte Tournee 2. bis 30. November 2017

Schauspiel

Ohne Gesicht

Schauspiel in drei Akten von Irene Ibsen Bille

  • Max Volkert Martens
    Max Volkert Martens
    Schauspieler

    aus Schleswig-Holstein stammend, begann seine klassische Theaterlaufbahn nach dem Schauspielstudium an der Staatlichen Hochschule für darstellende Kunst Stuttgart bei den Regisseuren Hans Neuenfels und Peter Palitzsch an den Städtischen Bühnen Heidelberg und dem Staatstheater Stuttgart in den Jahren 1969/70. Erste Aufmerksamkeit erlangte er durch seine Darstellung der jugendlichen Hauptrolle in der Deutschen Erstaufführung von John Hopkins „Finde Deinen Weg allein“. Spätere Engagements führten ihn nach Essen, an das Düsseldorfer Schauspielhaus, ans Residenztheater München, ans Staatstheater Hannover, zu Pina Bausch in Wuppertal, ans Berliner Schillertheater und an die Freie Volksbühne (West). Nach frühen Shakespeare-, Molière-, Goethe-, Kleist-etc.-Rollen stellten mehr und mehr die zeitgenössischen Autoren für ihn die interessanteren Aufgaben. „Seine“ Autoren sind David Mamet („Hanglage Meerblick“, „Edmond“ ), Jasmina Reza („Dreimal Leben“), Tankred Dorst („Merlin“ und „Die Villa“), Botho Strauß („Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle“, „Der Park“) Harvey Fierstein („Torch-Song-Trilogy“) u.a.m. Seine Regisseure bei diesen Arbeiten waren u.a. Volker Hesse, Johannes Schaaf, Rolf Stahl, Walter Bockmayer, Fred Berndt.

    Seit Mitte der 1970er Jahre arbeitet er ebenso regelmäßig vor der Kamera, seinen ersten Film drehte er unter der Regie von Wolfgang Petersen („Die Stadt im Tal“). Danach folgten zahlreiche TV-Produktionen unter namhaften Regisseuren wie Peter Beauvais, Oswald Döpke, Marianne Lüdcke („Der schöne Mann“), Walter Bannert, Erwin Keusch. Durch Serien wie „Tatort“ oder „Ein Bayer auf Rügen“ oder auch „Alarm für Cobra 11“ wurde Martens sehr populär.

    Mit den Stücken „Der Weibsteufel“, „Romantische Komödie“ und „Honor“ war er erfolgreich auf Tournee.
    Genauso intensiv betreibt er sein „Steckenpferd“: Arbeit für den Hörfunk, Live-Lesungen und Hörbücher. Auch hier sind es die modernen Autoren, die ihn besonders reizen. „Jahrestage“ von Uwe Johnson, „Das sterbende Tier“ oder „Die Demütigung“ von Philip Roth, „Der Mann im Dunkel“ und „Reisen ins Skriptorium“ von Paul Auster und mehrere Romane von Maarten t'Hart – aktuell: „Unterm Scheffel“ und viele mehr sind hochgelobte Hörbücher.

     

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    Fotos:  a.gon München

  • Diana Körner
    Diana Körner
    Schauspielerin

    zählt zu den bekanntesten deutschen Film- und Theaterschauspielerinnen.
    Sie stand z.B. auf der Bühne des Schillertheaters in Berlin und des Hamburger Schauspielhauses oder war in Stanley Kubriks Film „Barry Lyndon“ an der Seite von Ryan O'Neal zu sehen. Zu ihren Fernsehenrollen zählen: „Liebling Kreuzberg“ „Girlfriends“, „Unter weißen Segeln“, „Der Bulle von Tölz“ u.v.m.
    Für a.gon spielt sie in „Liebeslügen“ und in „Bitterer Honig“ jeweils gemeinsam mit ihrer Tochter Jenny-Joy Kreindl.

     

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    Foto: Barbara Volkmer

     

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    Foto: a.gon Theater München

Diana Körner
Louise Demalènes

Max Volkert Martens
Vincent Demalènes

 

Inszenierung

  • Stefan Zimmermann
    Stefan Zimmermann
    Regisseur

    www.stefanzimmermann.de

     

    Mehr als 30 Jahre Theatererfahrung
    bringt der Regisseur und a.gon-Gründer Stefan Zimmermann mit, und rechnet man seine ersten Bühnen-Auftritte als Kind mit, dann sind es schon über 40 Jahre. Nach der Schauspielausbildung und ersten Rollen (u.a. Stadttheater Aachen, Staatstheater München, Tourneen, Freilichtspiele und viele TV-Rollen) wechselte er nach Assistenzen bei Ingmar Bergman, George Tabori, August Everding und Fritz Muliar früh in das Regiefach.

    Ob in Frankfurt a.M., Stuttgart, Köln, München, Berlin oder auf Tournee: Die „Dramatischen Werke“ von Loriot wurden unter seiner Regie zu immer neuen Bühnenerfolgen. 2008, anlässlich seines 85. Geburtstags, ließ es sich der legendäre Vicco von Bülow nicht nehmen, Stefan Zimmermann die Jubiläums-Inszenierung seiner Werke am Berliner Schiller-Theater anzuvertrauen. Loriot besuchte selber die Proben. Die letzte Loriot-Inszenierung entstand 2012 am Frankfurter Fritz-Rémond-Theater, an dem 1989 auch die erste Inszenierung der „Werke“ entstanden war.

    Weitere Gastinszenierungen führten den Regisseur an die Kammeroper Wien, das Volkstheater München, Gasteig München, Landestheater Schwaben, Stadttheater Heilbronn, Komödie im Bayerischen Hof München, Fritz-Rémond-Theater Frankfurt, Komödie Frankfurt, Metropol-Theater München, die Schauspielbühnen in Stuttgart und an die Komödie am Kurfürstendamm Berlin. (z.B. „Ein seltsames Paar“ mit Heiner Lauterbach, Uwe Ochsenknecht u.a.)

    2002 gründeten Iris von Zastrow und Stefan Zimmermann das a.gon Theater mit der Inszenierung „Der Kirschgarten“. Kein Geringerer als Johannes Heesters spielte den alten Firs.

    Als Autor bearbeitete er 2012 den Roman „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz für die Bühne. Diese Produktion erhielt 2015 den 3. Theaterpreis „Neuberin“ der INTHEGA. 2016 bearbeitete er „Monsieur Claude und seine Töchter“ für die Bühne. (UA Theater in der Josefstadt, Wien).

    Stefan Zimmermann wurde in Rhyth geboren und lebt seit 30 Jahren in München. Er ist verheiratet mit Julia Stelter-Zimmermann und hat zwei Töchter und einen Sohn.

    a.gon Inszenierungen: (Aktuell)

 

Bühnenbild

  • Claudia Weinhart
    Claudia Weinhart
    Bühnenbildnerin

    Studium der Architektur (TU München) und Szenografie (FH Rosenheim / HFF München) 


    Berufserfahrung in mehreren Architekturbüros im Bereich Werkplanung und Städtebau


    Praktika bei Film- und Fernsehproduktionen als Szenenbildassistentin


    Ausstattungsassistenz an der Bayerischen Staatsoper München während der Spielzeiten 1998/1999 und 1999/2000 u. a. für Stefanos Lazaridis, Peter Mussbach und Paul Steinberg 


    bis 2001 Ausstattungsleitung beim Bayerischen Fernsehen in Unterföhring 


    seitdem freiberuflich tätig als 


    Bühnenbildassistentin für Paul Steinberg (u. a. bei den Bregenzer Festspielen, an der Deutschen Staatsoper Unter den Linden, Berlin, dem Theater an der Wien und an der Nederlandse Opera, Amsterdam)


    Lichtinspizientin (u. a. für die Orff-Festspiele in Andechs)


    Szenenbildnerin (u. a. für Abschlussfilme der KHM Köln)


    Bühnen- und Kostümbildnerin (u. a. am Teamtheater Tankstelle, München, an der Komödie am Max II, München, für die Theatergastspiele Kempf GmbH, Grünwald, am Opernloft / Junges Musiktheater Hamburg e. V., am Pfalztheter Kaiserslautern und an derOper Wroclawska, Breslau, Polen)


    seit der Spielzeit 2008/09 Ausstattungsleiterin des Opernloft / Junges Musiktheaters Hamburg e. V.


    2009 Preisträgerin des Rolf-Mares-Preises der Hamburger Theater

 

Kostüme

  • Anna Brandt
    Anna Brandt
    Kostüm

    arbeitet als freischaffende Kostümbildnerin und Assistentin für Kino, Fernsehen und Theater. In Frankfurt am Main absolvierte sie eine Ausbildung zur Damenschneiderin im Modeatelier Gabriele Hennig. Seitdem arbeitete sie unter anderem für das Ingolstädter Stadttheater, die Volksbühne Berlin und a.gon münchen (u.a. Liebesträume, König der Herzen, Ohne Gesicht...)
    Außerdem ist sie für Film und Fernsehproduktionen tätig. Ihre Drehs führten sie bereits nach China (John Rabe), Marokko (Wüstenherz) und Schweden (Terra X, Die Wikinger).

 

 

Vierte Tournee 2. bis 30. 11. 2017
Dritte Tournee 11. 9. bis 18. 10. 2015
Zweite Tournee 5. bis 30. 3. 2014
Erste Tournee 10. 1. bis 16. 3. 2012
Premiere: 14. 1. 2012 am Theater in Kempten

 

Aufführungsrechte: Ahn & Simrock Hamburg

 

Originaltitel: Uten ansikt
Aus dem Norwegischen übersetzt von Else von Hollander-Lossow
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  • „Bemerkenswert dichter und spannender Theaterabend“
    Lahrer Zeitung

    Bemerkenswert dichter und spannender Theaterabend

    Das Schauspiel „Ohne Gesicht“ hat dem Lahrer Publikum einen bemerkenswert dichten und spannenden Theaterabend beschert.
    Diana Körner und Max Volkert Martens vom Münchner Agon Theater beeindruckten mit einem beklemmenden Schlagabtausch ...
    Das von Regisseur Stefan Zimmermann mit sehr viel Fingerspitzengefühl inszenierte Stück spielt die Gedanken über Identitätsverlust und Lebenslüge bis zum bitteren Ende durch. Diana Körner und Max Volkert Martens, zwei ausgemachte Schwergewichte des deutschen Theaters, prallen im Lauf des Stücks immer wuchtiger aufeinander. Es wird schnell klar, dass am Ende einer der beiden als großer Verlierer dastehen wird. Was am Anfang noch als makaberes Spiel anmutet, verdichtet sich zu einem beklemmenden Persönlichkeitsdrama, bei dem immer mehr die Fassaden bröckeln.

    Lahrer Zeitung

  • „Höchst spannend – Genial aufgebaut“
    Oltener Tagblatt CH-Olten

    Höchst spannend – Genial aufgebaut

    Das Schauspiel, besetzt mit der grossartigen Diana Körner und dem ausdrucksstarken Max Volkert Martens war ein einmaliger Erfolg. ... Das Publikum erlebte ein höchst spannendes und genial aufgebautes Schauspiel. Jede Einzelheit sass am richtigen Ort, die Finessen wurden fein, mit vielen Differenzierungen herausgespielt. ... Stefan Zimmermanns Inszenierung vermied jeden Schnörkel. Claudia Weinharts Bühnenbild in Blau war ein Wurf. ... Bis zum letzten Satz wurde das Publikum in Atem gehalten. Es bedankte sich am Schluss euphorisch dafür.

    Oltener Tagblatt CH-Olten

  • „Großartiges Theater – fesselnd, anspruchsvoll und glänzend gespielt“
    Lübbecker Kreiszeitung

    Großartiges Theater – fesselnd, anspruchsvoll und glänzend gespielt – eine schauspielerische Meisterleistung


    Mit einer großartigen Aufführung des Münchner Theaters »a.gon« ist der Kulturring in das neue Jahr gestartet. Peter Fricke und Diana Körner begeisterten in dem Zwei-Personen-Stück »Ohne Gesicht« von Irene Ibsen Bille. … Kein leichtes Stück, aber ein lohnendes. Psychologisch ungeheuer dicht und spannend, thematisiert die Autorin darin ganz existenzielle Fragen: Wer bin ich? Was macht mich aus – mein Name, meine Geschichte? Peter Fricke und Diana Körner gelang es hervorragend, die Zerrissenheit und Verzweiflung von Vincent/Thomas und Louise überzeugend zu verkörpern. Immer tiefer zogen sie die 340 Zuschauer hinein in das Gespinst aus Fragen, Ängsten und Lebenslügen. Auf der schiefen Ebene, die zum Bühnenbild gehörte und die den Abgrund, an dem sich die beiden Protagonisten bewegten, augenfällig zum Ausdruck brachte, vollbrachten die Darsteller eine kräftezehrende schauspielerische Meisterleistung. »Ohne Gesicht« in der Stadthalle war großartiges Theater: Fesselnd, anspruchsvoll und glänzend gespielt.

    Lübbecker Kreiszeitung

  • „Schauspieler, zum Fürchten gut“
    Wolfsburger Allgemeine Zeitung

    Schauspieler, zum Fürchten gut

    Die Autorin, Enkelin des Norwegischen Dramatikers Henrik Ibsen, seziert in guter Familientradition die Seelenzustände ihrer Figuren. Sie entwickelt die Spannung von innen nach außen, bis diese Spannung unerträglich zu werden scheint, sowohl für die Personen im Stück als auch für das Publikum. ... Unter der Regie von Stefan Zimmermann lieferten sich Diana Körner und Max Volkert Martens ein gnadenloses Psycho-Duell. Beide schenkten sich nichts, drehten im schnellen Dialog die böse Pointenspirale immer noch ein Stück weiter. Hasserfüllt und hilflos, verbittert und verletzt. Zwei unglaublich starke Schauspiel-Leistungen. Zum Fürchten gut!

    Wolfsburger Allgemeine Zeitung

Eine atemberaubende Mischung aus Beziehungs- und Identitätskrimi, geschrieben von Henrik Ibsens Enkelin

 

Eine elegante Hotelsuite: Der erfolgreiche Industrielle Vincent hat sich mit seiner Frau Louise in ein ruhig gelegenes Nobelhotel zurückgezogen, um ungestört einen runden Geburtstag zu feiern. Gemeinsam blicken sie auf ein äußerst gelungenes Leben mit wohlgeratenen Kindern, materiellem und gesellschaftlichem Erfolg. Und doch gibt es in Vincents Biographie eine dunkle Stelle. Vor 15 Jahren kam sein ganz anders gearteter Zwillingsbru- der Thomas bei einem Autounfall ums Leben. Im Wagen saßen damals Vincent, Thomas und Louise. Seither hütet Vincent ein belastendes Geheimnis, welches er nun endlich zu lüften gedenkt. Womit er nicht gerechnet hat, ist der erbitterte Widerstand seiner Frau. Louise ahnt worum es geht und will der Wahrheit auf keinen Fall ins Gesicht sehen…

Eine hochraffinierte Mischung aus Beziehungs- und Identitätskrimi, dargeboten von den beiden Top-Schauspielern Max Volkert Martens und Diana Körner. Das Stück stellt die Frage nach der Identität des Einzelnen. Was macht die Einmaligkeit eines Menschen aus? Und wird er wirklich von den anderen nur aufgrund seiner persönlichen Wesensart und Lebensleistung beurteilt und wertgeschätzt?

Irene Ibsen Bille (1901–1985)

Geschichte und Rezeption des Stückes
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