Zweite Tournee 5. November bis 16. Dezember 2018

Schauspiel

Nathan der Weise

Schauspiel in fünf Aufzügen von Gotthold Ephraim Lessing

mit Theater- und Fernsehstar Peter Kremer

  • Peter Kremer
    Peter Kremer
    Schauspieler

    Peter Kremer erhielt seine Schauspielausbildung an der Folkwangschule in Essen. Er spielte bereits auf den bekanntesten deutschsprachigen Theaterbühnen, darunter Frankfurt, Zürich, Berlin und München. Seit den 1980er Jahren ist er auch als Film- und Fernsehschauspieler aktiv, unter anderem in bekannten Krimireihen wie „Tatort“, „Derrick“ und „Der Alte“. Weitreichende Bekanntheit erlangte er durch die Serie „Siska“, in welcher er 56 Episoden lang die Haupt- und Titelfigur Peter Siska verkörperte.
    Aktuell spielt er im Wiener Theater an der Josefstadt in „Die Verdammten“.

    „Nathan der Weise“ ist die erste Zusammenarbeit Kremers mit dem a.gon Theater.

     

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    Foto: a.gon Theater München

  • Alexander Mattheis
    Alexander Mattheis
    Schauspieler

    hat seine Schauspielausbildung 2012 an der MFA (München Film Akademie) im Bereich Film/Fernsehen erfolgreich abgeschlossen.
    In den folgenden Jahren hat er einige Kurzfilme gedreht. Zwischen den Jahren 2013 und 2015 war er mehrfach in der Sendereihe „Aktenzeichen XY…ungelöst“ (ZDF) in verschiedenen Rollen zu sehen.

     

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  • Laura Antonella Rauch
    Laura Antonella Rauch
    Schauspielerin

    ist in Wien geboren und aufgewachsen. Sie absolvierte dort das Schauspielstudium am Konservatorium. In der Komödie im Bayerischen Hof war sie in Nikolaus Parylas Inzenierung Der eingebildete Kranke zu sehen. Ab 2012 spielte sie im Ensemble von Paulus Mankers Alma – A Show Biz ans Ende.

    Sie ist Ensemblemitglied im Kabarett Simpl und spielte im Jugendtheater im Next Liberty Graz, Kabarett Vindobona, Festspiele Wangen, Schlossfestspiele Traun, Festspiele Kottingbrunn, Dschungel Wien, Off-Theater Wien und Blaues Theater. Im Fernsehen war Laura Antonella Rauch in Soko Kitzbühel, Wir sind Kaiser und Die Weiße Schlange zu sehen.

     

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    Foto: a.gon Theater München
  • Georg Luibl
    Georg Luibl
    Schauspieler

    ist Schauspieler und Regisseur. Zu seinen Stationen gehören u.a. das Residenztheater München, das Düsseldorfer Schauspielhaus, die Staatstheater Kassel und Wiesbaden, das Münchner Volkstheater und die Städtischen Bühnen Bielefeld. Als Gast spielte er er u.a. in Bremerhaven, Freiburg, Dortmund, und zuletzt häufiger in Luxemburg und bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen. Mit a.gon war er in Volpone – Der Fuchs von Venedig, LiebesträumeKönig ­Ödipus und Deutschstunde auf Tournee.

     

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    Foto: a.gon Theater München
  • Michael Althauser
    Michael Althauser
    Schauspieler

    ist Schauspieler und Sprecher. Zu seinen bisherigen Theaterstationen zählen Nürnberg, Erlangen, Hof, Heidelberg und natürlich München. Wichtige Regisseure waren Hansjörg Utzerath, Stefan Otteni, Hans Hirschmüller und Jörg Hube. Klassikfans ist er auch als langjährige Stimme beim Bayerischen Rundfunk bekannt. Mit a.gon war er erstmals in der Spielzeit 2012/13 als Bote / Priester in König Ödipus auf Tournee.

     

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    Foto: Janine Guldener
  • Angelika Auer
    Angelika Auer
    Schauspielerin

    Angelika Auer ist geboren und aufgewachsen in München. Nach einem Studium der Theaterwissenschaft und der Schauspielausbildung folgten Engagements unter anderem am Theater der Jugend München und am Stadttheater Würzburg, wo sie jeweils einen Bayerischen Theaterpreis errang, am Alten Schauspielhaus Stuttgart, dem Fritz-Rémond-Theater Frankfurt und am Akademietheater München.

    Sie absolvierte zahlreiche Tourneen und gastierte bei Sommerfestspielen wie zum Beispiel den Kreuzgangspielen Feuchtwangen, den Clingenburg Festspielen oder den Klosterfestspielen Weingarten. 
    Lieblingsrollen von Angelika Auer waren beispielsweise die Mariedl in Präsidentinnen von Werner Schwab am Torturmtheater Sommerhausen unter der Regie von Veit Relin oder die Königin Elisabeth in Richard III, inszeniert von Heinz Trixner.

    In Film- und Fernsehproduktionen war sie ebenfalls zu sehen - mit Vorliebe für den BR Komödienstadel und das Chiemgauer Volkstheater.

     

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Peter Kremer
Nathan

Alexander Mattheis
Tempelherr 

Laura Antonella Rauch
Recha

Georg Luibl
Patriarch von Jerusalem ǀ ein Derwisch

Michael Althauser
ein Klosterbruder

Angelika Auer
Daja 

N.N.
Sultan Saladin

N.N.
Sittah

 

Inszenierung

  • Stefan Zimmermann
    Stefan Zimmermann
    Regisseur

    www.stefanzimmermann.de

     

    Mehr als 30 Jahre Theatererfahrung
    bringt der Regisseur und a.gon-Gründer Stefan Zimmermann mit, und rechnet man seine ersten Bühnen-Auftritte als Kind mit, dann sind es schon über 40 Jahre. Nach der Schauspielausbildung und ersten Rollen (u.a. Stadttheater Aachen, Staatstheater München, Tourneen, Freilichtspiele und viele TV-Rollen) wechselte er nach Assistenzen bei Ingmar Bergman, George Tabori, August Everding und Fritz Muliar früh in das Regiefach.

    Ob in Frankfurt a.M., Stuttgart, Köln, München, Berlin oder auf Tournee: Die „Dramatischen Werke“ von Loriot wurden unter seiner Regie zu immer neuen Bühnenerfolgen. 2008, anlässlich seines 85. Geburtstags, ließ es sich der legendäre Vicco von Bülow nicht nehmen, Stefan Zimmermann die Jubiläums-Inszenierung seiner Werke am Berliner Schiller-Theater anzuvertrauen. Loriot besuchte selber die Proben. Die letzte Loriot-Inszenierung entstand 2012 am Frankfurter Fritz-Rémond-Theater, an dem 1989 auch die erste Inszenierung der „Werke“ entstanden war.

    Weitere Gastinszenierungen führten den Regisseur an die Kammeroper Wien, das Volkstheater München, Gasteig München, Landestheater Schwaben, Stadttheater Heilbronn, Komödie im Bayerischen Hof München, Fritz-Rémond-Theater Frankfurt, Komödie Frankfurt, Metropol-Theater München, die Schauspielbühnen in Stuttgart und an die Komödie am Kurfürstendamm Berlin. (z.B. „Ein seltsames Paar“ mit Heiner Lauterbach, Uwe Ochsenknecht u.a.)

    2002 gründeten Iris von Zastrow und Stefan Zimmermann das a.gon Theater mit der Inszenierung „Der Kirschgarten“. Kein Geringerer als Johannes Heesters spielte den alten Firs.

    Als Autor bearbeitete er 2012 den Roman „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz für die Bühne. Diese Produktion erhielt 2015 den 3. Theaterpreis „Neuberin“ der INTHEGA. 2016 bearbeitete er „Monsieur Claude und seine Töchter“ für die Bühne. (UA Theater in der Josefstadt, Wien).

    Stefan Zimmermann wurde in Rhyth geboren und lebt seit 30 Jahren in München. Er ist verheiratet mit Julia Stelter-Zimmermann und hat drei Töchter und einen Sohn.

    a.gon Inszenierungen: (Aktuell)

 

Bühnenbild

  • Peter Schultze
    Peter Schultze
    Bühnenbildner, Kostüm
    Bühnen- und Kostümbildner, Theatermaler 
    Der gebürtige Münchener besuchte von 1991-1993 die Schule für Bildende Kunst in München und beendete 1996 seine Ausbildung zum Theatermaler an der Bayrischen Staatsoper. Auf verschiedene Praktika an der Staatsoper folgte ein Studium für Bühnen- und Kostümgestaltung am renommierten Mozarteum in Salzburg. Seit 2006 arbeitet Peter Schultze als Bühnen- und Kostümbildner am Bayerischen Staatsschauspiel München. 2007/2008 war er Gastdozent für CAD in der Bühnenbildklasse der Akademie der Bildenden Künste München.

    Arbeiten
     
    Peter Schultze arbeitet seit vielen Jahren kontinuierlich an der Münchner Staatsoper und dem Münchner Staatsschauspiel, wo er u.a. langjähriger Assistent des legendären Bühnenbildners Jürgen Rose war. Er hat gearbeitet mit Regisseuren wie: Thomas Langhoff, Dieter Dorn, Jörg Hube, Elmar Goerden, Stefan Hunstein, Urs Widmer u.v.a. In den letzten Jahren entstanden eigene Ausstattungen für die Bayerischen Staatstheater u. a. : „Ein Monat in Dachau“, „Himmel sehen“, „Offener Vollzug“ (Gerhard Polt), „Gesellschaft“ (Beckett), „Erdbeeren im Winter“ u.a.
    Für a.gon stattete er bereits „Der Seefahrer“ (Hauptdarsteller Jürgen Prochnow) aus, außerdem besorgte er die Ausstattung und die Multimedia-Elemente der Moltke-Briefe-Lesung „Als bliebe ich am Leben“ und die Ausstattung der a.gon Inszenierung von „König Ödipus

 

Kostüme

  • Sybille Gänßlen-Zeit
    Sybille Gänßlen-Zeit
    Kostüm

    begann ihre Karriere als Kostümbildnerin nach dem Modedesignstudium in Sigmaringen zunächst als Kostümassistentin am Staatstheater Kassel, Opernhaus Zürich, Piccolo Theater Mailand, Badischen Staatstheater Karlsruhe und Wiener Burgtheater. Seit 1995 entwarf sie Kostüme für das Englische Theater in Frankfurt, das Thalia Theater Hamburg, wiederholt für das Ulmer Theater und das Thüringische Staatstheater Meiningen. 

    Der an der Filmakademie Ludwigsburg entstandene Film „Rochade“ mit ihren Kostümen wurde 1998 in Los Angeles mit dem Studenten-Oscar (Honorary Student Award) ausgezeichnet. 2004 entstand der Film „Ludwigsburg – Ein Schlosstraum“, für den Gänßlen die Kostüme entwarf. Es folgte ein Film für das amerikanische Fernsehen und ein Musical über Albert Schweitzer in Karlsruhe. Auch für die Filmakademie Ludwigsburg, Serien für ZDF und Arte war sie als Kostümbildnerin tätig. 

    2005 zeichnete sie für das Styling des Schweizer Beitrags der Biennale in Sao Paolo von Philipp Schwinge und Frederic Moser verantwortlich. 2006 gestaltete sie die Kostüme für Brechts „Dreigroschenoper“ am Thüringischen Staatstheater Meiningen. 2009 hatte die Rockoper „Schillers Glocke“ in Marbach Premiere. 

 

Zweite Tournee 5. 11. bis 16. 12. 2018
Erste Tournee 25. 2. bis 4. 4. 2017 und 26. 4. bis 11. 5. 2017
Premiere 25. Februar 2017 in Unterföhring
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Das Stück der Stunde, wenn man die nach wie vor ungelösten religiösen Konflikte unserer Zeit sieht. Mit großer Weitsicht beschreibt Lessing nicht nur den sinnlosen Alleinvertretungsanspruch der drei monotheistischen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam, er bietet auch eine kluge, immergültige Lösung an. Die Handlung spielt nicht zufällig im Jerusalem der Zeit des dritten Kreuzzuges. An jenem heiligen Ort also, den schon damals jede der Religionen für sich reklamierte.

Sultan Saladin wendet sich wegen eines Darlehens an den wohlhabenden und edelmütigen jüdischen Kaufmann Nathan. Im Gespräch stellt er Nathan die Frage, welche der drei Religionen dieser für die Wahre halte. Nathan antwortet mit einem Märchen, der berühmten Ringparabel. Darin geht es um eine alte Tradition in einer Familie, nach der der Vater einen kostbaren, mit besonderer Kraft ausgestatteten Ring jeweils seinem liebsten Sohn zu vererben hat. Nun tritt der Fall ein, dass ein Vater seine drei Söhne alle gleich liebt. Er lässt zwei perfekte Kopien des Ringes anfertigen, und so erbt jeder Sohn einen Ring. Die Söhne streiten sich, wer nun den echten Ring habe. Ein Richter trägt jedem von ihnen auf, so zu leben und zu handeln, als wäre sein Ring der Echte und erst nach langer Zeit wiederzukommen…

Dies ist der bis heute gültige Kern von Lessings Botschaft: Eine Religion muss ihre Werte hier und heute leben. Nur im humanen Handeln, in der gelebten sozialen Praxis erweist sich ihr Bestand. Im Stück ist Saladin so beeindruckt, dass er, der muslimische Herrscher, dem Juden Nathan die Freundschaft anbietet.

Stefan Zimmermann über das Stück
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